Medien : „FR“ zieht in ehemalige Straßenbahnhalle

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Die „Frankfurter Rundschau“ zieht voraussichtlich Ende 2008 in ein ehemaliges Straßenbahndepot. Der Mietvertrag für eine der drei Hallen in der Nähe des Frankfurter Südbahnhofs im Stadtteil Sachsenhausen sei unterschrieben, berichtete die Zeitung. Das Gebäude soll auf sechs Geschosse aufgestockt werden, für die Redaktion stehen 2200 Quadratmeter zur Verfügung, insgesamt hat das neue Verlagsquartier rund 5700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Das Foyer im Erdgeschoss soll für Veranstaltungen genutzt werden. Im vergangenen Sommer hatte die „Frankfurter Rundschau“ ihr Stammhaus in der Innenstadt nach mehr als 50 Jahren verlassen und war in den südlich des Mains gelegenen Stadtteil Sachsenhausen umgezogen.

Dies war von Anfang an als Zwischenlösung gedacht. Über den Verkauf des Stammhauses hatte sich der Verlag zuvor mit dem niederländischen Immobilienentwickler MAB geeinigt, der auf dem angrenzenden Areal ein Erlebnis- und Einkaufszentrum bauen will.

Die SPD-Medienholding DDVG hatte im Frühjahr 2004 die schwer angeschlagene Tageszeitung für einen Euro samt Schulden übernommen. Dem Druck- und Verlagshaus wurde ein Sanierungskurs mit massiven Einschnitten verordnet. Die Beschäftigtenzahl sank von 1100 auf knapp über 700. Die DDVG will ihren Anteil an der „Frankfurter Rundschau“ auf rund 40 Prozent reduzieren und sucht derzeit nach Interessenten. Etwa zehn Prozent sollen weiterhin bei der Karl-Gerold-Stiftung bleiben.dpa

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