Medien : Franziska van Almsick: Fräulein Faustus - Boulevard-Begegnung: Franzi und Mephisto

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Am 15. September hieß die Schlagzeile der "B.Z.": "Experten sicher: Morgen holen 4 Berliner Gold." Dazu zeigten sie ein Foto von Franziska van Almsick. Am 16. September lautete der Titel: "Geliebte Franzi. Gold-Träume und Wasser-Männer." Am Dienstag, dem 19., las sich der Titel so: "Franzi van Speck", Unterzeile: "Als Molch holt man kein Gold". Dazu ein Foto, das eine rundlich gewordene Franziska van Almsick zeigt, am Beckenrand, geschlagen, den Tränen nahe.

Von der Geliebten zum Molch, in drei Tagen: Ist das brutal, geschmacklos, zynisch, menschenverachtend und all das? Ja. Aber man ist trotzdem nicht so richtig empört. Das Ganze muss als eine Variation des "Faust" verstanden werden, mit Franzi als Fräulein Doktor Faustus und mit der "B.Z." als Mephisto. Natürlich waren die Experten niemals "sicher", dass Almsick Gold holt. Im Gegenteil. Die Experten waren der Ansicht, dass Almsick den richtigen Moment zum Aufhören verpasst hat. So ist das Leben, kommt übrigens auch bei Journalisten vor. Franzi also brachte in den letzten Jahren kaum noch Leistung, sie ging in den Medien als ihr eigenes Gespenst um, ein Schwimm-Spuk, als Goldhoffnung gepusht, unter anderem von der "B.Z.". Der Ruhm hielt länger vor als ihre Kraft. Boris Becker war da klüger.

Und nun? Von den 20 Millionen, die sie angeblich besitzt, verdankt sie einen Großteil den Jubel-Jungs vom Boulevard, die sich dafür jetzt die Freiheit nehmen, sie fertig zu machen. Das haben sie sich verdient. Mephisto holt sich seinen Anteil. Immer. Es ist hart, aber irgendwie auch gerecht. Nicht weinen! In fünf Jahren ist sowieso alles vergessen und Franzi Moderatorin - warum eigentlich nicht bei "B.Z.-TV"?

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