Fremdsprachige Magazine aus Berlin : "Lodown": Die Kunst der Skateboarder

Das "Lodown"-Magazine beschäftigt sich mit Popkultur an der Schwelle zum Mainstream. Die Texte dürfen deshalb ruhig nischig und kryptisch sein.

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Gründer und Herausgeber: Thomas Marecki
Gründer und Herausgeber: Thomas Marecki

Es sei „reiner Aktivismus“ gewesen, der ihn auf die Idee gebracht hat, 1995 ein englischsprachiges Szenemagazin zu entwickeln, sagt Thomas „Marok“ Marecki. Der 41-jährige Grafiker und Künstler hatte zuvor in Kalifornien gearbeitet. Nun war er zurück in Berlin und stellte fest, dass die Stadt sechs Jahre nach dem Mauerfall zwar voll war von aufregenden, internationalen, undergroundigen Künstlern und Events, aber kein Berliner Magazin das auch nur annähernd abbildete. Also gründete er mit Gleichgesinnten wie dem damaligen WMF-DJ Marley Maciek das „Lodown Magazine“, abgeleitet vom englischen Wort „lowdown“, „Fakten“.

Anfangs erschienen auch deutschsprachige Texte

Inhaltlich beschäftigt es sich hauptsächlich mit Popkultur an der Schwelle zum Mainstream, mit Kunst, Musik sowie Skateboarding als Kunstform und Performance. Themen und Texte seien „sehr nischig und auch etwas kryptisch“, sagt Marecki, „man muss sich da schon etwas reinlesen.“ Anfangs erschienen auch deutschsprachige Texte, „aber der Fokus war immer international“, sagt Marecki, „ich wollte mit dem Magazin immer raus in die Welt.“ Heute geht die Hälfte der Auflage (Heftpreis: 6,90 Euro) ins Ausland, vor allem nach Großbritannien und USA. Und obwohl auch „Lodown“ mit sinkenden Werbeeinnahmen kämpft, gibt es das Heft jetzt auch fürs iPad – sogar umsonst. Sabine Sasse

In Berlin erscheinen rund rund 200 fremdsprachige Zeitungen und Periodika. Wir stellen einige vor.

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