Medien : Freundschaft, Liebe, Schönheit „Wilsberg“ kürt im ZDF „Miss Münsterland“

Kurt Sagatz

Harry Jonas hat durchaus Ähnlichkeiten mit Georg Wilsberg, der sowohl als Antiquar als auch als Privatdetektiv im westfälischen Münster immer gerade so über die Runden kommt. Auch Harry Jonas (Rainer Piwetz) hält sich mit Privatermittlungen über Wasser. Im Vergleich zu Wilsberg (Leonard Lansink) aber noch schlechter als recht, denn als er und Wilsberg aufeinandertreffen, ist Jonas gerade bei einem Schönheitswettbewerb in den Umkleideraum der Kandidatinnen eingebrochen und flüchtet nun mit den Worten: „Ich kann dir alles erklären, aber später.“ Doch dazu kommt es im ZDF-Krimi „Miss Wahl“ aus der „Wilsberg“-Reihe nicht, denn kurze Zeit später wird Wilsbergs Berufskollege und Freund aus längst vergangenen Zeiten tot aufgefunden, brutal mit einem Messer abgestochen. Kommissarin Springer (Rita Russek) und Assistent Overbeck sichten gerade den Tatort, als Wilsberg auftaucht und sich für den Zuschauer der Kreis zu den vorangegangenen „Wilsberg“-Krimis schließt.

Überhaupt: Dieser „Wilsberg“ ist eine geglückte Rückbesinnung auf die provinziellen Tugenden dieser Krimireihe, die diesmal vom Schaulauf der westfälischen Schönheiten zur „Miss Münsterland“ handelt. Zu den Kandidatinnen gehört Rebecca, die Tochter des Bürgermeisters und dessen nymphomanischer Gattin. Zu allem Überfluss ist gerade Wahlkampf. Da passt es dem Lokalpolitiker überhaupt nicht, was der getötete Privatdetektiv herausgefunden hat. Rebeccas Auto war vor einiger Zeit in einen Unfall verwickelt, bei dem eine andere junge Frau schwer verletzt wurde. Doch da nimmt der Film bereits wieder eine andere Wendung, Rebecca selbst gerät in Gefahr und entkommt nur knapp einem Anschlag. Wer dahintersteckt? Das erfährt der Zuschauer erst zum Schluss.

„Wilsberg: Miss Wahl“; 20 Uhr 15, ZDF

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