Medien : „Frontal“ ist das erfolgreichste Politmagazin

Joachim Huber

Die Operation hat geklappt: „Frontal“ vom ZDF wird 2004 das erfolgreichste politische Magazin im deutschen Fernsehen sein, mit knappem Vorsprung vor „Monitor“ vom WDR. Der „Flurfunk“ im Hauptstadtstudio sagt, dass zur Absicherung von Platz eins „Frontal“ am Dienstag ausfallen musste, eine nur geringfügig schwächere Quote hätte den siegreichen Marktanteil gefährdet. Statt „Frontal“ um 21 Uhr lief eine „Hartz-IV“-Reportage, auch sie von der „Frontal“-Redaktion gefertigt. Klaus-Peter Siegloch, stellvertretender ZDF-Chefredakteur, sagte dem Tagesspiegel, mit der Änderung habe man „das Thema Hartz IV auf einen prominenten Sendeplatz setzen wollen“.

Bei den Nachrichten sieht die ZDF-Bilanz weniger erfreulich aus. Laut Siegloch verlor „heute“ um 19 Uhr von Januar bis November 2,4 Prozent Marktanteil, das „heute-journal“ 0,9 Prozent. Auch „Tagesschau“, „Tagesthemen“ und „RTL aktuell“ hätten geringere Quoten. Siegloch meinte, dass die News ohne den „Kriegsfaktor“ des Jahres 2003 Publikum verlieren mussten. Allerdings werde am Erscheinungsbild von „heute“ gearbeitet, und die Redaktion strebe eine inhaltliche Erweiterung an: zum Beispiel statt des „Unwetterberichts“ am Schluss Nachrichten aus den Bereichen Naturwissenschaft, Medizin und IT.

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