Medien : Für die digitale Freizeit

„Audio Video Foto Bild“: neuer Titel der „Computer Bild“-Familie

Steffen Haubner

„Glauben Sie nur, was wir getestet haben.“ Mit diesem griffigen Slogan bewirbt der Axel Springer Verlag das neueste Mitglied seiner „Computer Bild“-Familie, das seit gestern unter dem weniger griffigen Titel „Audio Video Foto Bild“ im Handel ist. „Zugegeben, er ist etwas sperrig“, erklärt Harald Kuppek, als Chefredakteur und Herausgeber auch für das Mutterblatt „Computer Bild“ und „Computer Bild Spiele“ verantwortlich. „Aber ein Zeitschriftentitel darf eben nicht zu abstrakt werden, sondern muss für sich selbst stehen.“

Damit hat der Chefredakteur gleichzeitig das „Computer Bild“-Grundprinzip umschrieben: Tests, Praxistipps, Zahlen, Fakten, alles angerichtet in penibel geführten Tabellen und akribischen Schritt-für-Schritt-Anleitungen – Kuppek liebt es nüchtern und konkret. Offenbar nicht nur er: Durchschnittlich 800 000 Mal verkauft sich „Computer Bild“ alle 14 Tage, und auch der monatliche Spiele-Ableger hat bereits die Schallmauer von 600 000 Exemplaren durchbrochen.

„Auto Video Foto Bild“ hält sich an das gleiche Erfolgsrezept. Im Mittelpunkt des Interesses steht alles, was man zur digitalen Freizeitgestaltung benötigt: Digitalkameras, DVD-Player, -Filme und -Rekorder, Fernsehgeräte, Sound- und Heimkinoanlagen. Auf unverständliche Fachausdrücke wird weitgehend verzichtet, getestet werden keine exotischen High-End-Geräte, sondern „ausschließlich marktrelevante Produkte“, wie man sie im Elektronikmarkt nebenan findet.

Geht es nach Springers Zeitschriften-Vorstand Andreas Wiele und Erik Peper, Verlagsleiter der „Computer Bild“-Gruppe, so wird man auch diesmal wieder von der ersten Ausgabe an die Marktführerschaft übernehmen. Um die angepeilte Dauerauflage von mindestens 150 000 verkauften Exemplaren im Montat zu erreichen, lockt man die Leserschaft deshalb zusätzlich mit einem kompletten Spielfilm auf DVD, vorwiegend „ältere Blockbuster mit Sammelcharakter“. Diesmal ist es „Der Fan“ mit Robert De Niro und Wesley Snipes, zusammen mit dem 172 Seiten starken Heft zum Einführungstarif von zwei Euro zu haben. Auf einen endgültigen Heftpreis für „Audio Video Foto Bild“ haben sich die Verantwortlichen aber noch nicht festgelegt.

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