Fußball im Fernsehen : Sky erhöht die Preise

TV-Markt: Karl-Heinz Rummenigge fordert „neue Spieler“. Parallel dazu hat der Pay-TV-Sender Sky die Abo-Preise angehoben.

Karl-Heinz Rummenigge
Karl-Heinz RummeniggeFoto: dpa

Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge mahnt eindringlich Veränderungen auf dem deutschen TV-Markt an. Nur mit höheren finanziellen Erlösen könne die Fußball-Bundesliga international wettbewerbsfähig bleiben. „Wir stehen vor einer großen Problematik in Deutschland: Der Pay-TV-Markt wird de facto von einem Monopol beherrscht“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag) mit Blick auf den Abosender Sky.

„Meine Sorge ist: Wenn es uns allen nicht gelingt, dieses Monopol aufzulösen, werden wir uns weiterhin unter Wert verkaufen.“ Den Klubs in England beschert ein neuer Rekordvertrag knapp sieben Milliarden Euro. Die Konkurrenten Sky und BT (British Telecom) hatten den Preis in die Höhe getrieben. In Deutschland läuft der aktuelle Vierjahresvertrag mit einem Gesamtvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro nach der Saison 2016/17 aus. „Die Bundesliga muss aufpassen, dass sie nicht unter die Transferräder Englands gerät“, warnte Rummenigge. In Deutschland müssten auf dem Fernsehmarkt „neue Spieler“ aufs Feld. „Nur der Konkurrenzkampf treibt den Preis. Deshalb wäre ich sehr dafür, unterschiedliche Pakete für unterschiedliche Anbieter zu schnüren.“

Parallel wurde bekannt, dass Sky erstmals seit zwei Jahren die Abo-Preise angehoben hatt. Die neue Preisstruktur gelte seit Januar. Den höchsten Aufschlag müssen Kunden hinnehmen, die das Komplett-Paket buchen, dafür verlangt das Pay-TV-Unternehmen monatlich über zwei Euro mehr als bisher, der Preis steigt auf 68,99 Euro.dpa/Tsp

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