Medien : Fußball schlägt alles

TV-Rangliste 2004: EM-Spiel gegen Schottland auf Platz 1

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Fußball bleibt die Nummer 1. Bei der Übertragung des EMQualifikationsspiels der Nationalmannschaft gegen Schottland sahen so viele Sportfans zu wie bei keiner anderen Live-Übertragung. Mit 15,18 Millionen Zuschauern lagen die deutschen Fußballer deutlich vor dem zweitplatzierten Formel-1-Rennen in den USA mit 11,34 Millionen. Bemerkenswerter als die gewohnt hohen Quoten der Nationalmannschaft sind jedoch die Reichweiten-Zuwächse der Fußball-Bundesliga und der Champions League. Sport bleibt für die Fernsehsender ein Quotengarant, auch wenn der letztjährige Spitzenwert des WM-Endspiels (26,52 Millionen) deutlich verfehlt wurde. Kein Spielfilm und keine Serie können mithalten. Allein Thomas Gottschalk lockt mehr Menschen vor den Schirm als Michael Ballack und Kollegen oder Michael Schumacher und Konkurrenten. „Wetten, dass …?“, im vergangenen Jahr vom Sport noch locker überrundet, lieferte 2003 mit 16,90 und 15,56 Millionen die beiden erfolgreichsten TV-Sendungen.

Auf der Überholspur brauste die Formel 1: Mit Übertragungen von vier Rennen platzierte sich RTL in den Top Ten der erfolgreichsten Sportsendungen, dazu kam sogar noch das Skispringen aus Garmisch-Partenkirchen als viertbeste Sport-Sendung. Für den Kölner Privatsender war das ein kleiner Trost, denn der Marktführer gehörte im Sport gleichzeitig zu den großen Verlierern.

Die private Konkurrenz von Sat 1 erreichte mit den Übertragungen der Champions League durchschnittlich fast zwei Millionen Zuschauer mehr als im Vorjahr RTL: 8,26 Millionen gegenüber 6,49 lautet das eindeutige Ergebnis. „Die Zuschauerakzeptanz spricht für sich“, sagte Sportchef Albrecht Schmidt-Fleckenstein. Glückliche Gesichter gibt es auch bei der ARD. Der Sender freut sich über das gelungene Comeback der „Sportschau“. Fast jede Woche meldete die ARD neue Höchstwerte, nach 17 Spieltagen gab es einen Schnitt von 5,57 Millionen. Das sind pro Spieltag rund 1,2 Millionen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres bei „ran“. dpa/jbh

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