Medien : Fußball-TV-Rechte: Nichts als Ärger

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Die Kirch-Gruppe hat bei der europäischen Kartellbehörde eine Klage gegen die britischen TV-Sender BBC und ITV eingereicht. Kirch, der die TV-Rechte für die Weltmeisterschaften 2002 in Südkorea und Japan sowie 2006 in Deutschland erworben hat, vermutet eine unerlaubte Absprache zwischen den beiden Sendern, um den angestrebten Preis seiner Rechte zu drücken.

Zum Thema Online-Umfrage: Geht Kirch mit Premiere endgültig baden? In Deutschland kommen auf den Medienunternehmer, der hier die Bundesliga-Rechte besitzt, in den kommenden Wochen Verhandlungen mit dem eigenen Sender Sat 1 zu. Denn die Fußball-Sendung "ran", so steht mittlerweile fest, wird verlegt. Der Chef der zur Kirch-Gruppe gehörenden Pro Sieben Sat 1 Media AG, Urs Rohner, nannte in München den Zeitrahmen: Die nach dem nächsten Spieltag am kommenden Sonnabend beginnende dreiwöchige Bundesliga-Pause sei ideal zur Vorbereitung eines neuen Konzepts.

Das Gerangel um "ran", das am Sonnabend auf nur 1,68 Millionen Zuschauer abgerutscht war, färbt Analysten zufolge auf die Bewertung des ganzen Senders Sat 1 ab. Die am Dienstag präsentierte Halbjahresbilanz der ProSiebenSat 1 Media AG weist Sat 1 nach wie vor als Sorgenkind des Konzerns aus. Den Sender habe die Werbeflaute "besonders hart getroffen", sagte Finanzchef Lothar Lanz. Sat 1 spielte von Januar bis Juni einen Verlust von 18 Millionen Euro ein. Der gesamte Konzern ProSiebenSat 1 Media AG erwartet in diesem Jahr nur noch ein stagnierendes Ergebnis. In den ersten sechs Monaten erzielte die Gruppe einen Umsatz von 1,028 Milliarden Euro, das sind drei Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2000.

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