Gäste-Auswahl in Talkshows : AfD erwägt Klage zwecks Talk-Einladung

Die AfD prüft eine Klage, weil sie sich in den Talkshows von ARD und ZDF nicht angemessen vertreten fühlt.

Frauke Petry (AfD), Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag, zu Gast in der ARD-Talkshow "Hart aber fair".
Frauke Petry (AfD), Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag, zu Gast in der ARD-Talkshow "Hart aber fair".Foto: dpa

„Es ist schwer, mit Themen durchzudringen, wenn sie vor allem von den öffentlich-rechtlichen Medien nicht transportiert werden“, sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen dem „Focus“. „Wir überlegen gerade, ob wir uns in die Talkshows einklagen. Rechtlich ist das möglich.“ Unter den 162 eingeladenen Politikern der Talks von Frank Plasberg, Sandra Maischberger und Anne Will (alle ARD) sowie Maybrit Illner (ZDF) im ersten Halbjahr 2017 seien nur vier AfD-Vertreter oder 2,5 Prozent gewesen, sagte Meuthen.

Die Sender wiesen die Vorwürfe zurück. „Wir quotieren nicht nach Parteizugehörigkeit, entscheidend bei der Auswahl der Gäste sind allein journalistische Kriterien“, sagte ARD-Chefredakteur Rainald Becker. Auch das ZDF betont, die Zusammenstellung der Gäste hänge stark davon ab, worüber geredet werden soll: „Die Redaktion entscheidet ausschließlich nach journalistischen Kriterien, welche Gäste zum jeweiligen Thema eingeladen werden – eine wie auch immer geartete Quotierung gibt es nicht.“ dpa/jbh

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