PC-Spiel : Auf den Spuren des Rippers

Sherlock Holmes jagt im PC-Spiel den legendären Londoner Mörder.

Kurt Sagatz
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Die Ermittlungen führen Sherlock Holmes an interessante Schauplätze. Foto: Promo

In die finsteren Gassen des Londoner East End dringt das Licht selbst am Tage nur zögerlich vor. Und in den Nächten des Jahres 1888 treibt Jack the Ripper in Whitechapel sein tödliches Unwesen. Doch dieses Mal ist ihm nicht nur die Polizei auf der Spur, sondern zugleich der größte Detektiv aller Zeiten: Sherlock Holmes. Zumindest im Computerspiel, denn während die Ripper-Morde eine schaurige Realität waren, entstammt Sherlock Holmes allein der Fantasie von Schriftsteller Arthur Conan Doyle.

Die Genialität eines Sherlock Holmes wird vom Spieler des Frogwares-Titels „Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“ glücklicherweise nicht vorausgesetzt. Wie bei Point-and-Click-Spielen üblich, gilt es Hinweise aufzuspüren und gut versteckte Beweismittel sicherzustellen. Während man dem Meisterdetektiv bei den früheren Spielen nur über die Schulter schauen konnte, kann man in diesem 3-D-Spiel in der Ego-Perspektive komplett in die Rolle von Sherlock Holmes schlüpfen. Das Hilfesystem des Spiels sorgt dafür, dass auch weniger begabte Spürnasen nicht verzweifeln müssen. Häufig hilft ohnehin nur Geduld und Ausdauer. Um zum Beispiel an den vorläufigen Polizeibericht zu einem der Ripper-Opfer zu gelangen, muss man dem diensthabenden Polizisten einen Gefallen tun, was es wiederum nötig macht, weitere Aufgaben zu erfüllen. Lästige Lauferei lässt sich dabei mit der interaktive Stadtkarte von London vermeiden. Mit ihr kann direkt zum gewünschten Ziel gesprungen werden. Am Anfang ist es jedoch reizvoller, die Straßen, Gassen und Hinterhöfe selbst zu erkunden, die von den Spieleentwicklern äußerst realistisch nachempfunden wurden.

Die Freiwillige Selbstkontrolleinrichtung USK hat das Spiel für zwölf Jahre freigegeben, von den europäischen Pegi-Prüfern erhielt das Spiel die unverbindliche Empfehlung ab 16 Jahren, was durchaus vernünftig ist. Auch wenn in einigen Ripper-Filmen mehr Gewalt zu sehen ist, muss sich der Spieler zur Lösung des Falls sehr ausführlich mit den blutigen Taten des Rippers auseinandersetzen. Kurt Sagatz

„Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“ erfordert einen Zwei-Gigahertz-PC ab Windows XP mit Service Pack 2 und kostet rund 40 Euro.

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