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Spielejahr 2012 : Kleines Budget, große Ideen

21.12.2012 22:06 Uhrvon
Szene aus "Fez". Screenshot: PolytronBild vergrößern
Szene aus "Fez". - Screenshot: Polytron

Unabhängige Spielefirmen müssen mit wenig Geld auskommen, gleichen dies aber mit originellen Konzepten aus. Als Alternative zu stromlinienförmigen Blockbustern gewinnen Independent Games immer mehr an Bedeutung. Ein Rückblick auf 2012.

Fünf lange Jahre hat der Game-Designer Phil Fish einem einzigen Spiel gewidmet. Die Arbeit an "Fez" brachte ihn an den Rand seiner schöpferischen und finanziellen Leistungsfähigkeit - mehr als einmal dachte Fish darüber nach, das Projekt hinzuwerfen. Im April 2012 war "Fez" dann endlich fertig; den steinigen Weg bis zur Veröffentlichung zeigt der sehenswerte Dokumentarfilm "Indie Game: The Movie". Aber hat sich das Warten aus Spielersicht denn nun gelohnt? Ja, das hat es! "Fez" bezaubert nicht nur mit seiner pixeligen Retrografik, die an die Frühzeit der Computerspiele erinnert.

Es ist auch ein Werk, das spielerisch bis ins kleinste Detail durchkomponiert ist - wer seine Rätsel meistern will, braucht wortwörtlich den richtigen Dreh.

Der Held von "Fez" ist ein Dreikäsehoch namens Gomez; zusammen mit seinen Artgenossen lebt er auf einer schwebenden Insel. Die zweidimensionale Idylle wird jäh zerstört, als ein Monolith über dem Dorf explodiert; die weit verstreuten Splitter verursachen fortan gefährliche Raum-Zeit-Anomalien. Doch Hilfe naht: Ein vom Himmel gefallener Hut verleiht Gomez die Fähigkeit, drei statt nur zwei Dimensionen sehen - sofort macht er sich auf, die Splitter wieder einzusammeln. Der Perspektivwechsel ist das zentrale Element von "Fez": Per Tastendruck dreht man die Welt in 90-Grad-Schritten; die Rotation schafft Brücken, wo eben noch unüberwindbare Abgründe waren. "Fez" bietet in seiner verschachtelten Inselwelt ständig neue Herausforderungen - und entfaltet dabei einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Download für Xbox 360. Preis: 10 Euro. USK: Keine Alterskennzeichnung. Eine PC-Fassung des Spiels ist geplant.

"Closure" ist ein zweidimensionales Rätselspiel ganz in Schwarz-Weiß. Ziel ist, ein Fabelwesen durch eine äußerst spärlich beleuchtete Welt zu lotsen. Dabei stellt "Closure" sein ganz eigenes Naturgesetz auf: Wo kein Licht hinfällt, gibt es auch keinen Boden. Missachtet man die Regel, folgt unweigerlich der Sturz ins schwarze Nichts. Die Herausforderung besteht darin, eine Leuchtkugel und andere Lichtquellen so zu platzieren, dass der Weg zum Ausgang frei wird. Das wird mit zunehmender Spieldauer immer anspruchsvoller und erfordert konsequentes Um-die-Ecke-Denken. Auch wenn die Tastatursteuerung manchmal etwas unpräzise ist, macht "Closure" eine Menge Spaß.

Als Download für PC. Preis: 5 Euro. USK: Keine Alterskennzeichnung.


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