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Spieletests : Hinterm Horizont geht's weiter

02.11.2012 19:37 UhrVon Achim Fehrenbach
Szene aus "Forza Horizon".Bild vergrößern
Szene aus "Forza Horizon". - Screenshot: Microsoft

Offene Computerspielwelten wie "Skyrim" oder "Risen" sind deshalb so reizvoll, weil sie sich frei erkunden lassen. Auch "Forza Horizon" geht ordentlich in die Weite – und macht den US-Bundesstaat Colorado zum Schauplatz von Autorennen. Außerdem im Test: "Giana Sisters: Twisted Dreams".

Forza Horizon (Xbox 360)

In hohem Tempo jagt der blaue Bugatti die Bergstraße hinauf. Zur Linken erhebt sich eine schroffe Felswand, die das Dröhnen des Motors zurückwirft; rechts geht es Hunderte von Metern in die Tiefe. Will man nicht der schmalen Leitplanke vertrauen, dann sollte man sich auf den Straßenverlauf konzentrieren - allerdings lohnt auch der eine oder andere Blick in die Ferne, wo sich vor strahlend blauem Himmel ein schneebedeckter Berggipfel emporreckt.

Willkommen in Colorado, dem Schauplatz von "Forza Horizon". Mit seiner urwüchsigen Natur liefert der US-Bundesstaat eine prächtige Kulisse für ein Rennspektakel fernab der immergleichen sterilen Rundkurse.

Auf seinen Fahrten kommt der Spieler durch Canyons, Städte und herbstliche Laubwälder - und er kann sich aussuchen, wo er am liebsten ein Rennen fahren möchte. Oder er fährt einfach ziellos durch die Gegend - und genießt dabei die großartigen Panoramablicke.

Nun ist "Forza Horizon" keineswegs der erste Versuch eines Open-World-Racers: Auch Titel wie "Fuel" (2009) oder "Test Drive Unlimited 2" (2011) erklärten die Landschaft zum Hauptdarsteller. Allerdings stellen offene Rennspielwelten für Game-Designer eine gewaltige Herausforderung dar: Sie müssen nicht nur fantastisch aussehen, sondern auch genügend Abwechslung bieten, und obendrein muss das Fahrgefühl stimmen. Die genannten Titel scheiterten an diesem dreifachen Anspruch: Die Wettbewerbe waren zu eintönig, die Landschaften wirkten wie hingestellte Kulissen, auch die Fahrmechanik der Rennautos ließ zu wünschen übrig. "Forza Horizon" macht es in allen Punkten besser - und gehört damit zu den besten Rennspielen des Jahres.

Szene aus "Forza Horizon".Bild vergrößern
Szene aus "Forza Horizon". - Screenshot: Microsoft

Die Handlung ist rund um das "Horizon Festival" aufgebaut: Ein imposantes Treffen von Autofans mit allerlei Wettbewerben, Show-Veranstaltungen und viel Atmosphäre. Der Spieler übernimmt genretypisch die Rolle eines Nachwuchsfahrers, der sich von Rennen zu Rennen nach oben arbeitet und neue Autos hinzugewinnt. Neben klassischen Streckenrennen mit mehreren Teilnehmern gibt es auch viele andere Herausforderungen: Mal muss man gegen ein Flugzeug antreten, mal an bestimmten Streckenabschnitten möglichst hohe Geschwindigkeiten erzielen. Unterwegs stößt man immer wieder auf Scheunen, in denen renovierungsbedürfte Edelschlitten schlummern. Kurz gesagt: Es gibt enorm viel zu tun in "Forza Horizon". Wenn man nicht gerade auf einer Anhöhe parkt und den Sonnenuntergang genießt.

"Forza Horizon" für Xbox 360. Preis: 70 Euro. USK-Alterseinstufung: ab sechs Jahren.

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