Medien : Gema will Geld für Frauenfußball

Kneipen, Restaurants und Geschäfte, die in diesem Sommer die Spiele der Frauen-Fußball-WM zeigen, müssen Geld an die Rechteverwertungsgesellschaft Gema zahlen. Gastronomen und Einzelhändlern bietet der Musikrechteverwerter Sondertarife an, teilte die Gema am Freitag mit. „Wie bei allen Sportveranstaltungen dieser Größe spielt Musik eine herausragende Rolle“, erklärte die Gema. Sie weist auf den offiziellen Song zur Weltmeisterschaft und die musikalische Untermalung im Rahmenprogramm hin. Die Veranstalter müssten deshalb eine offizielle Lizenz bei der Gema beantragen. Auch die Beiträge der Journalisten und Sportreporter sind urheberrechtlich geschützt.

Für einen normalen Fernseher wird für die Zeit der Weltmeisterschaft vom 26. Juni bis zum 17. Juli eine Pauschale von 25,70 Euro fällig. Für Großbildschirme ab 106 Zentimetern verlangt die Gema deutlich mehr Geld. Der genaue Betrag richtet sich nach der Größe des Raums, in dem der Fernseher steht. Wer bereits Fernsehgeräte bei der Gema angemeldet hat, die ohnehin das ganze Jahr über öffentlich eingesetzt werden, muss keine Extra-WM-Lizenz beantragen.

Das Geld fließt an die Gema, die Verwertungsgesellschaft Wort und die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Die Sondertarife gelten nur für „Public Viewing ohne Veranstaltungscharakter“. Große Veranstaltungen müssen die Ausrichter bei der Gema einzeln anmelden.Tsp/dpa

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