Medien : Gemütlich (1)

M. Ehrenberg

Anke Late Night. Sat 1. Montagnacht, gegen Null Uhr vorm Fernsehschirm. Auf der Suche nach mehr Weiblichkeit. Zur ARD. Frank Schirrmacher ist bei Beckmann: Methusalem-Komplott. Nein, das kann es nicht sein. Zum DSF: ein Striptease. Das auch nicht. Ah, endlich: Sat1. Anke Engelke ist zurück. Ganz in Schwarz, braun gebrannt, offenbar gut erholt. Irgendwie – weiblicher. War es das, was Sat1 meinte, als der Sender forderte, die Show müsse „weiblicher und gemütlicher“ werden, um die vernachlässigte Zielgruppe der Frauen zu erreichen? Nein, doch eher das Programm. Der Stand-up-Teil kürzer, etwas in die Hand gegeben (Kamera), Olympia-Witze und Zeit für Duzfreund Franz Beckenbauer. Sollte Engelke in der Sommerpause schlechte Kritiken gelesen haben, zum Beispiel die von Harald Schmidt, man merkte es ihr nicht an. Vielleicht hat sie nichts mehr zu verlieren. Selbstironisch ging sie mit dem Konzept-Lifting um. Das hätte man auch unsouveräner machen können. Zweistellige Marktanteile soll die Show erreichen. Die gab’s am Montag nicht (9,7 Prozent). Wird aber noch. Ob mit oder ohne Zielgruppe.

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