Medien : Gerichtssaal-TV: Wie geht es den Justiz-Shows?

Markus Huber

Echtes Court-TV mit echten Fällen gibt es in Deutschland nicht. Also echte Fälle im Sinne von Strafrecht oder Zivilrecht. Wenn nicht gerade die Beckers in Miami vor dem Richter erwartet werden, dann ist für die deutschen Sender der Gerichtssaal Sperrgebiet. Das stört so manche Sender, und deswegen berät in Karlsruhe das Bundesverfassungsgericht, ob man aus öffentlichem Interesse nicht bei manchen Fällen die Gerichtstüren öffnen sollte.

Was es aber gibt, sind Gerichtssaal-Serien: "Streit um Drei" im ZDF und "Richterin Barbara Salesch" auf Sat 1. In beiden Serien treten Schauspieler an, um Fälle nachzustellen. Knapp 1,2 Millionen Menschen schauen im Durchschnitt zu, sowohl im Zweiten als auch auf Sat 1. Und nachdem beide zeitgleich um 15 Uhr auf Sendung sind, ergibt das einen gemeinsamen Marktanteil von knapp 25 Prozent. Wie bei vielen Sendungen gilt auch hier die Faustregel, dass das Zweite der ältere Sender ist: Während bei den Gesamtzuschauern das ZDF führt, hat Sat 1 bei der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen die Nase vorne.

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