Gewinn fällt allerdings : Neue iPhones bessern Apples Bilanz auf

Trotz anfänglicher Skepsis haben sich die neuen iPhone-Modelle zum Verkaufsschlager für Apple entwickelt. Das gleicht Schwächen in anderen Bereichen aus.

Die 16 GB Variante des iPhone 5S soll 199 Dollar kosten, 32 GB gibt's für 299 Dollar. Für 64 GB muss man 399 Dollar auf den Tisch legen, immer mit Vertrag, versteht sich.Weitere Bilder anzeigen
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10.09.2013 22:05Die 16 GB Variante des iPhone 5S soll 199 Dollar kosten, 32 GB gibt's für 299 Dollar. Für 64 GB muss man 399 Dollar auf den Tisch...

Die neuen iPhone-Modelle haben das Geschäft von Apple wieder angekurbelt. Im vierten Geschäftsquartal von Juli bis September stieg der Umsatz des kalifornischen Konzerns um 4 Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar (27,2 Mrd Euro). Der Gewinn fiel allerdings auch wegen höherer Entwicklungs- und Marketingkosten zum dritten Mal in Folge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum büßte Apple hier 9 Prozent auf unterm Strich 7,5 Milliarden Dollar ein. „Wir hatten einen starken Endspurt in einem bemerkenswerten Jahr“, sagte Konzernchef Tim Cook am Montag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die meisten Unternehmen wären stolz, nur eines der Apple-Produkte im Programm zu haben, erklärte er.
Apple hatte das mit einem Fingerabdruck-Scanner und einer verbesserten Kamera ausgestattete iPhone 5s und das etwas günstigere iPhone 5c im September vorgestellt. Der Konzern war am ersten Verkaufswochenende gleich neun Millionen Stück losgeworden - das war neuer Rekord. Danach zeigte sich Apple auch optimistischer für seine Geschäftszahlen. Im vorangegangenen Quartal von April bis Juni war der Umsatz noch nahezu stagniert.
Im Gesamtquartal wurde Apple nun 33,8 Millionen iPhones aller Modellreihen los gegenüber 26,9 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der verkauften iPads erhöhte sich allerdings nur unwesentlich auf 14,1 Millionen. Vermutlich hatten viele Kunden auf die neuen Tabletcomputer gewartet, die der Konzern aber erst vor einer Woche präsentierte: Das große iPad wurde dünner und leistungsstärker, das kleinere Modell bekam einen schärferen Bildschirm.


Mit den Geschäftszahlen übertraf Apple die Erwartungen der Analysten. Insgesamt lief gegenüber dem enttäuschenden Vorquartal nun vor allem das Geschäft im Hoffnungsmarkt China wieder deutlich besser; auch Europa erholte sich. Die stärksten Zuwächse verzeichnete der Konzern allerdings in Japan. Der Hauptmarkt Amerika schwächte sich dagegen etwas ab. Trotz des an sich erfreulichen Abschneidens fiel die Aktie nachbörslich um 2 Prozent. Der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal fiel nicht ganz so optimistisch aus wie gedacht. Apple sieht sich einer starken Konkurrenz vor allem von Samsung gegenüber. Die Südkoreaner hatten erst am Freitag einen Rekordgewinn verkündet, der etwas besser als bei Apple ausgefallen war.

Smartphone-Verkaufsschlager ist hier das Galaxy S 4. Konzernchef Cook zeigte sich trotz der Konkurrenz uneingeschränkt zuversichtlich fürs Weihnachtsgeschäft. Neben iPhone und iPad hatte Apple auch seine Macbook-Pro-Notebooks modernisiert. Zudem machte der Konzern im hart umkämpften Computermarkt sein Mac-Betriebssystem kostenlos. Die Mac-Verkäufe hatten sich zuletzt auf 4,6 Millionen abgeschwächt von 4,9 Millionen im Vorjahreszeitraum.

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