Medien : Gigantisch und sympathisch

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Herr Schiphorst, worüber haben Sie sich in dieser Woche am meisten geärgert?

Normalerweise verschlinge ich Medien, diese Woche war nur Fußball, Fußball, Fußball. Unangenehm in Erinnerung sind mir die Kommentare zum Wechsel von Sabine Christiansen zu Günther Jauch, kleinkariert, gehässig, unprofessionell – das hat mich geärgert. Sabine Christiansen macht seit zehn Jahren Quote, an ihr haben sich Politik und Feuilleton und die Konkurrenz abgearbeitet, erfolglos, sie hat es alles be- und überstanden. Was hat sie diesen Leuten bloß in den Kaffee getan? Für Günther Jauch freue ich mich. Ich glaube, ihn reizt diese Farbe sehr.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Ja, die Fußball-Weltmeisterschaft. Natürlich im Stadion, aber eben auch in den Medien, den deutschen und ausländischen. Ein weltweiter Beifallssturm, eine weltweite Verbeugung vor unserem Land. Gigantisch und sympathisch, so kommt es rüber.

Bernd Schiphorst ist Kommunikationsberater, Präsident

von Hertha BSC

und Vorsitzender

des OK-Büros Berlin

der Fußball-WM.

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