Medien : "Goldene Feder": Und Alice Schwarzer rühmte Götz George

Ulrike Simon

Herausragende Persönlichkeiten der Medien- und Unterhaltungsbranche zeichnet die Bauer Verlagsggruppe alljährlich mit der "Goldenen Feder" aus. Am Freitagabend fand die diesjährige Verleihung in feierlichem Rahmen in der Handelskammer Hamburg statt. Der Preis in der Kategorie Print ging an Tagesspiegel-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo für die Modernisierung der Zeitung. Der Tagesspiegel habe sich unter ihm "zu einer vielbeachteten Größe" auf dem Zeitungsmarkt entwickelt. Die Laudatio sprach Hubertus Meyer-Burckhardt. Der Filmproduzent, der noch bis Sommer 2001 die NDR-Talkshow moderiert, hielt an diesem Abend die temporeichste Rede - Giovanni di Lorenzo musste gleich im Anschluss nach Bremen eilen, um die Talkshow "3 nach 9" zu moderieren. Dabei erreichte Meyer-Burckhardt eine Sprechgeschwindigkeit, die an Dieter Thomas Heck erinnerte. Auch der ehemalige "ZDF-Hitparade"-Moderator erhielt eine Auszeichnung. Für sein vorbildhaftes soziales Engagement überreichte ihm der ehemalige Finanzminister Oskar Lafontaine einen Sonderpreis.

Mit Thomas Gottschalk bekam ein weiterer Entertainer die "Goldene Feder". Er ist der diesjährige Preisträger in der Kategorie TV. Verliehen hat sie "Bild"-Chef Kai Diekmann. Margarethe Schreinemakers, die durch den Abend führte, lobte Diekmann bei der Vorstellung versehentlich als jenen Mann, der "die Welt vor dem Untergang gerettet" habe - obgleich Diekmann niemals "Welt"-, sondern "Welt am Sonntag"-Chefredakteur war und die "Welt am Sonntag" auch nie vor dem Untergang stand.

Tagesspiegel-Herausgeber Hellmuth Karasek hielt die Laudatio für Otto Waalkes, den diesjährigen Preisträger in der Kategorie Entertainment. Waalkes bestritt anschließend die musikalische Unterhaltung der Partygäste. Die fünfte Auszeichnung ging an den Schauspieler Götz George für sein Lebenswerk. Bezeichnenderweise wurde ihm die "Goldene Feder 2001" von "Emma"-Chefredakteurin Alice Schwarzer überreicht, die viele Worte fand, um Georges darstellerisches Können zu loben.

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