• Grass, Staeck & Co. wissen von nichts „Spiegel“: Korrektur zu Wahlhilfe für Schröder

Medien : Grass, Staeck & Co. wissen von nichts „Spiegel“: Korrektur zu Wahlhilfe für Schröder

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Der „Spiegel“ hat Fehler in einer Meldung über eine Wählerinitiative von Kulturschaffenden und Medienleuten zu Gunsten von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) eingeräumt. Offenbar seien „Namen von Personen genannt, die nicht oder noch nicht an einer Wählerinitiative beteiligt sind“. In der nächsten Ausgabe werde der Sachverhalt richtig gestellt. Das Magazin hatte berichtet, am 14. Juli würden sich Künstler und Medienleute im Kanzleramt beraten, wie Schröder unterstützt werden könne. Die Schriftsteller Günter Grass, Martin Walser, Christa Wolf und Peter Rühmkorf, der Grafiker Klaus Staeck sowie der frühere „Bild“Chef Udo Röbel und Manfred Bissinger hätten zugesagt. Ein Regierungssprecher hatte den Termin bestätigt, aber keine Angaben über die Teilnehmer gemacht.

Unterdessen übten Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass und der Grafiker Klaus Staeck massive Kritik am „Spiegel“. Es handle sich entweder um schludrigen Journalismus oder eine gezielte Falschmeldung, schrieb Grass nach Angaben seines Sekretariats dem „Spiegel“. Der Grafiker Klaus Staeck warf dem Magazin „Schmierenjournalismus“ vor. Im Deutschlandfunk sagte Staeck: „Kein Mensch der da genannten Eingeladenen weiß von einer Einladung.“ Es gebe auch keine Einladung. Trotzdem kündigte Staeck an, nun gerade für die SPD Wahlkampf zu machen. Auch Günter Grass will sich in den Wahlkampf einschalten.

Wolf, Walser, Bissinger, Staeck und Grass haben nach eigener Darstellung keine Einladung zu einem Treffen am 14. Juli im Kanzleramt erhalten. Wolf und Walser reagierten auf die „Spiegel“- Meldung mit der Erklärung, Schröder nicht unterstützen zu wollen. Der „Spiegel“ bedauerte, „beim Recherchieren der Meldung“ es versäumt zu haben, „alle Personen, die im Zusammenhang mit der Wählerinitiative genannt worden sind, befragt zu haben“. dpa/Tsp

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