Medien : Grimme-Preis für Gottschalk

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Unerwartete Auszeichnung für den TV-Moderator Thomas Gottschalk: Der 60-Jährige erhält in diesem Jahr die „Besondere Ehrung“ des 47. Grimme-Preises für sein Lebenswerk. Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV), der den Sonderpreis stiftet, sieht in Gottschalk eine „ebenso lust- wie fantasievolle Verkörperung der Entertainer-Rolle“. Mit dem Sonderpreis wird die Fernseharbeit Gottschalks in den vergangenen drei Jahrzehnten geehrt. Der Entertainer habe diese Zeit „in bewundernswerter Konstanz, mit höchstem Können und mit unverwechselbarem Stil ganz maßgeblich geprägt“, urteilte der DVV am Mittwoch in seiner Begründung.

Neben dem Preis „Besondere Ehrung“ wird der Grimme-Preis 2011 in den drei Kategorien Fiktion, Information und Kultur sowie Unterhaltung vergeben. Grimme-Direktor Uwe Kammann bezeichnete das Fernsehjahr 2010 als „positiv“ mit „Erfindungsreichtum in der Spitze“. 61 nominierte Fernsehbeiträge haben Chancen auf einen der insgesamt zwölf Grimme-Preise. Bei den Informationsangeboten hob die Auswahlkommission die Dokumentationen „Aghet – ein Völkermord“ (NDR), „NoBody?s perfect“ (WDR) und „Auge in Auge“ (RBB) hervor. Weitere Nominierungen reichen vom Dauerbrenner „Tatort“ über „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ bis zur Komödie „Ein Schnitzel für drei“ mit Armin Rohde und Ludger Pistor.

Während unter den Nominierungen in den Sparten Fiktion sowie Information und Kultur lediglich Beiträge der öffentlich-rechtlichen Sender auftauchen, sind die Privatsender im Unterhaltungsbereich mit acht Nominierungen vertreten. Dazu zählen der TV-Vorentscheid „Unser Star für Oslo“ für den Eurovision Song Contest (ARD und ProSieben) und die Fernsehparodie „Switch Reloaded – Das Dschungel Special“ (ProSieben). Welche Fernsehbeiträge mit einem der renommierten Grimme-Preise ausgezeichnet werden, entscheiden die Jurys der jeweiligen Wettbewerbskategorien vom 5. bis 10. Februar. Am 16. März werden die Preisträger bekannt gegeben. Tsp/dpa

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