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Hacker-Angriff auf Tageszeitungen : DuMont rät Kunden zu Passwort-Änderung

Hacker haben sich in der Nacht wahrscheinlich Zugriff auf Serverdaten der Tageszeitungen des Verlags verschafft. Betroffen sind auch "Berliner Zeitung", "Hamburger Morgenpost" und "Kölner Stadtanzeiger".

Das Medienhaus M. DuMont Schauberg, aufgenommen am 13.01.2009 in Köln.
Das Medienhaus M. DuMont Schauberg, aufgenommen am 13.01.2009 in Köln.Foto: Oliver Berg/dpa

Hacker haben offenbar die Online-Auftritte der DuMont-Tageszeitungen angegriffen. Bei der Attacke handele es sich wahrscheinlich um einen Zugriff Dritter auf Serverdaten sowie auf die Webauftritte der Portale, hieß es am Sonntag in einer Mitteilung der DuMont Mediengruppe und auf den Internet-Seiten der Zeitungen. „Wir haben diese Sicherheitslücke noch am Sonntagmorgen geschlossen, möglicherweise hatten aber Dritte in der Nacht kurzzeitig Zugriff auf Daten.“

Alle gespeicherten Passwörter seien gesperrt und zurückgesetzt worden. Kunden, die für ihren Nutzer-Account dasselbe Passwort verwendeten wie für andere Web-Dienste, sollten vorsichtshalber auch dort umgehend ihr Passwort ändern.

Welche Daten von dem Angriff betroffen waren, sei noch unklar, sagte ein Unternehmenssprecher: „Wir prüfen das.“ Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der „Welt“ waren in der Nacht zum Sonntag unter anderem Abonummern, Passwörter, Klarnamen und E-Mail-Adressen von Nutzern fünf Stunden lang im Internet frei zugänglich.

Die Online-Ausgaben der DuMont-Zeitungen waren stundenlang bis zum Nachmittag nicht erreichbar. Betroffen waren der „Kölner Stadt-Anzeiger„, die „Kölnische Rundschau“, der „Express“, die „Berliner Zeitung“, der „Berliner Kurier“, die „Hamburger Morgenpost“ und die „Mitteldeutsche Zeitung“. „Wir entschuldigen uns dafür“, erklärte das Unternehmen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache dieser für alle Beteiligten unbefriedigenden Situation zu analysieren und Vorkehrungen zu treffen, damit sich ein solches Szenario nicht wiederholt.“

Laut dem Tech-Blog "Crumbling Walls" wurden durch den Vorfall auch Benutzerprofile von Abo-Kunden öffentliche zugänglich. (dpa/Tsp)


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