Hannelore Hoger zieht erste Lebensbilanz : „Ohne Liebe trauern die Sterne“

"Bella Block"-Darstellerin Hannelore Hoger hat ihr erstes Buch geschrieben - über Jugend, Schauspielerei und Männer

Hannelore Hoger dreht gerade ihren letzten "Bella Block"-Krimi für das ZDF
Hannelore Hoger dreht gerade ihren letzten "Bella Block"-Krimi für das ZDFFoto: picture alliance / dpa

Schauspielerin Hannelore Hoger hat nach gescheiterten Ghostwriter-Versuchen das Schreiben ihres ersten Buches selbst in die Hand genommen. „Verschiedene Verlage haben mich immer wieder gefragt, ob ich nicht ein Buch veröffentlichen möchte“, sagte die 74-jährige Hamburgerin der Deutschen Presse-Agentur. „Und jedes Mal wurde mir ein Ghostwriter zugeordnet. Das habe ich drei Mal versucht und jedes Mal abgebrochen, das ging einfach nicht.“ Das Buch ist am Wochenende im Rowohlt-Verlag erschienen – parallel zu den laufenden Dreharbeiten für ihren letzten „Bella Block“-Film. Als jene eigenwillige Kommissarin ist sie seit Mitte der 1990er Jahre im zweiten Programm zu sehen.

Von Männern verlassen oder betrogen

In „Ohne Liebe trauern die Sterne – Bilder aus meinem Leben“ schreibt Hoger über ihre Kindheit und Jugend in Hamburg, die Anfänge als Schauspielerin und die Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren wie Peter Zadek und Alexander Kluge. Sie erzählt vom Theater, Film und Fernsehen, über Kollegen und die gemeinsame Leidenschaft für den Beruf. Sie schreibt über Tochter Nina, ebenfalls Schauspielerin, geboren 1961, als Hoger gerade am Anfang ihrer Laufbahn stand. Und über ihre Beziehungen mit Männern: „Meistens wurde ich verlassen oder betrogen, weil sie eifersüchtig waren oder neidisch und wenn die Neue bereits in Sicht war.“ Das klingt so ehrlich wie ehrlich enttäuscht.

Einen großen Teil des Buches nehmen Gespräche mit Kluge und Autor und Journalist Thilo Wydra ein. Neben Fotos gibt es auch erstmals eigene Werke von Hoger als Malerin zu sehen. Der Titel des Buches, das man fast eine Autobiografie nennen könnten, stammt übrigens von Hannelore Hoger selbst. „Ich erkläre gar nichts – dazu kann sich jeder selbst etwas denken, kann es poetisch oder kitschig finden, wie auch immer. Man muss nicht alles erklären.“ Ein Satz, den auch Bella Block hätte sagen können. dpa/jbh

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