HASHTAG : Nachrichten aus dem Netz

Hacker brechen bei der Bundespolizei ein und Amazon darf seinen App-Store weiter App-Store nennen. Die Netznachrichten der Woche.

#CYBERKRIMINALITÄT
Hackerattacke auf Zoll

Hacker sind in der Nacht zum Freitag auf einen Server deutscher Ermittlungsbehörden eingedrungen. Das Innenministerium in Berlin bestätigte eine erfolgreiche Attacke auf einen Rechner des Zolls. Dabei sollen laut Bundespolizei auch Informationen zur Anwendung des Zielverfolgungssystems Patras entwendet worden sein. Ob in dem Datenbestand auch Bewegungsdaten von observierten Personen enthalten waren, blieb zunächst unklar. Zu der Cyberattacke bekannte sich die Gruppe „No-Name Crew“. Als Motivation führten die Hacker in einem Bekennerschreiben an, sich gegen einen Überwachungsstaat wehren zu wollen. Noch am Freitagmittag fand sich auf einem Server der „No-Name Crew“ ein umfangreiches Datenpaket mit Dateien der Ermittler. Innenministerium und Bundespolizei gaben an, das von den Hackern verbreitete Material nun auf „kritische Informationsinhalte“ hin prüfen zu wollen. (dapd)

#MARKTWERT
Twitter-Bewertung klettert weiter

Die Bewertung von Twitter klettert weiter – ungeachtet der Tatsache, dass der Kurzbotschaftendienst bis heute kein klares Geschäftsmodell präsentiert hat: Einem Bericht der „New York Times“ vom Freitag zufolge ist das soziale Netzwerk mittlerweile acht Milliarden Dollar (5,6 Milliarden Euro) wert. Zudem besorge Twitter sich derzeit 400 Millionen Dollar frisches Kapital, unter anderem aus Investmentfonds DST Global des russischen Milliardärs Juri Milner, so die Zeitung weiter. Das „Wall Street Journal“ hatte am Dienstag die Bewertung von Twitter mit sieben Milliarden Dollar angegeben. Zur Zeit hat Twitter nach eigenen Angaben 200 Millionen Nutzer. Diese verschickten dieses Jahr bislang täglich rund 200 Millionen Kurzbotschaften – über drei Mal so viele wie im Vorjahresschnitt. (AFP)

#NUTZERZAHLEN
Facebook-Konkurrenten brechen ein
Die Konkurrenten des Onlinenetzwerkes Facebook haben in Deutschland weiter an Boden verloren. Das geht aus einer Analyse des Branchendienstes meedia.de von Zahlen der „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern“ (IVW) hervor. Demnach verzeichnete das Karrierenetzwerk „Xing“ im Juni ein Minus von 11,3 Prozent Besuchern gegenüber dem Vormonat, die VZ-Netzwerke büßten sogar um 16,5 Prozent ein und lagen damit bei 173 Millionen Visits. Im Januar hatten die Dienste rund um das Studentennetzwerk „StudiVZ“ noch 334 Millionen Besucher gehabt. (jos)

#NAMENSSTREIT
Amazons App-Store behält Namen

Apple ist mit dem Versuch gescheitert, dem Onlinehändler Amazon im Eilverfahren die Nutzung des Namens „Appstore“ für dessen Software-Plattform verbieten zu lassen. Das zuständige Gericht in Kalifornien lehnte den Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab und setzte eine Verhandlung für Oktober 2012 an. Apple habe nicht beweisen können, dass die Namensähnlichkeit mit seinem „App Store“ zur Verwirrung bei Verbrauchern führe, erklärte die Richterin. Zugleich widersprach sie Amazon darin, dass sich der Begriff „App Store“ so fest für die Bezeichnung von Vertriebsplattformen für Zusatzsoftware eingebürgert habe, dass er von allen genutzt werden könne. (dpa)

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