Medien : Hawaii 5-0

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Eine rauschende Brandung, die an einen Palmenstrand spült, romantische Sonnenuntergänge, bezaubernde Bikini-Girls und spektakuläre Wasserfälle – lange bevor „Magnum“ Anfang der 80er Jahre Hawaii auch für den Pauschaltouristen interessant machte, hatte längst schon eine andere Krimi-Serie dem Fernseh-Zuschauer die Schönheiten dieser paradiesischen Insel nahe gebracht.

„Hawaii 5-0“, die Story um eine Polizei-Eliteeinheit, glänzte mit einer rasant-eleganten Titel-Sequenz (deren Melodie es bis auf Platz vier der US-Charts brachte) und mit vielen Außenaufnahmen am Originalschauplatz.

Überhaupt wurde die Serie komplett auf der Insel gedreht, was ihr eine gewisse Authentizität verlieh. Die Cop-Serie war die am längsten laufende und damit auch die erfolgreichste in der US-Fernsehgeschichte. Von 1968 bis 1980 waren die Detectives Steve McGarrett (Jack Lord) und Danny Williams (James MacArthur) im Einsatz gegen durchgeknallte Vietnam-Veteranen, kommunistische Saboteure und vor allem gegen McGarretts Lieblingsfeind, den chinesischen Gangster-Big-Boss Wo Fat (Khigh Dhiegh).

Die ganzen zwölf Jahre lang spielte Lord dabei mit exakt derselben, an einen Helm erinnernde Frisur und mit einem einzigen Gesichtsausdruck. Emotionen waren die Sache des Schauspielers nicht, der bisweilen wie ein Opfer früherer Gesichtschirurgie wirkte. Weil die Serie dennoch einen Tourismus- Boom auslöste, verwundert es kaum, dass man auf der Insel bis heute jährlich einen „Jack-Lord-Day“ begeht. Lord selbst, der an „Hawaii 5-0“ finanziell beteiligt war, brachte es zum Millionär und war auch ein erfolgreicher Maler. Seine Gemälde waren unter anderem im Museum of Modern Art zu sehen. Dass man gar überlegte, den uneingeschränkten Star zum Gouverneur der Insel zu machen, ist allerdings wohl nur ein wenn auch hartnäckiges Gerücht.

Zum geflügelten Wort schließlich wurde McGarretts Aufforderung „Book’em Dan-O“ („Buchte Sie ein, Danny“). Wo unser Derrick seinen Harry meist zum Wagen holen schickte, da schloss McGarrett seine Fälle und die jeweilige Episode stets mit dieser Formel ab. Andreas Kötter

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