Medien : „Heftig drauflos kommentiert“

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Herr Clausen, was hat Sie in dieser Woche in den Medien besonders geärgert?

Die Aufregung über die Äußerungen von Bundespräsident Köhler. Mancher mag sich eine präsidialere Wortwahl gewünscht haben. Aber das eigentliche Problem besteht doch darin, dass wieder nicht gründlich gelesen, dafür aber reflexartig umso heftiger drauflos kommentiert wurde. Und dann ganz allmählich - reift die Erkenntnis, dass der Bundespräsident nur Fakten als solche benannt hat.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Über das konsequente Vorgehen der sächsischen Zeitungen gegen die einstweilige Verfügung des PDS-Spitzenkandidaten Peter Porsch. Eine kritische Berichterstattung, zumal im Wahlkampf, darf nicht per Gerichtsentscheid untersagt werden - im Sinne der Pressefreiheit muss jetzt zu Gunsten der Zeitungen entschieden werden.

Stephan Clausen ist Geschäftsführer der KETANO GmbH in

Berlin. Die Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit berät

Unternehmen und

prominente Einzel-

mandanten.

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