Medien : Heinze machte mit Pseudonym selber Kasse

Die Affäre um die suspendierte NDR-Fernsehspielchefin Doris J. Heinze weitet sich aus. Der Sender teilte am Montag mit, Heinze habe dem NDR selbst geschriebene Drehbücher unter einem Pseudonym verkauft und somit mehr Honorar bekommen, als wenn sie die Werke unter ihrem eigenen Namen angeboten hätte. In der Regel bekommen Hausautoren die Hälfte des Honorars, das Fremdautoren bezahlt wird. „Der NDR geht deshalb nunmehr davon aus, dass ihm auch ein materieller Schaden entstanden ist.“ Details wollte der Sender wegen laufender Ermittlungen nicht nennen. Heinzes Anwalt wies die neuen Vorwürfe zurück.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg führt momentan Vorermittlungen durch. Dabei prüft die Behörde, ob im Fall Heinze überhaupt eine strafbare Handlung vorliegt. Diese kann sich durch die neuen Erkenntnissen des NDR aber möglicherweise gegeben sein. jbh/dpa

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