Medien : „heute-journal“ am Freitag um 21 Uhr 45

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Die ARD ist von Plänen abgerückt, die „Tagesthemen“ am Freitag schon um 21 Uhr 45 Uhr zu senden. Stattdessen wird das ZDF sein „heutejournal“ ab 1. April wieder auf diesem Sendeplatz ausstrahlen und damit um 15 Minuten vorverlegen. Ausgeschlossen ist, dass die „Tagesthemen“ am Freitag starten, solange das „heute-journal“ läuft. Frühester Termin für die ARD-Sendung wäre dann 22 Uhr 15. Darauf einigten sich ZDF-Intendant Markus Schächter und der ARD-Vorsitzende Thomas Gruber am Dienstagabend nach der ARD-Intendantenkonferenz in München, wie ZDF-Sprecher Walter Kehr am Mittwoch bestätigte.

Die neun ARD-Intendanten hatten beschlossen, die „Tagesthemen“ in naher Zukunft montags bis donnerstags von 22 Uhr 30 Uhr auf 22 Uhr 15 Uhr vorzuverlegen. ARD-Sprecher Rudi Küffner bestätigte, dass mit einer Umsetzung noch im Frühjahr zu rechnen sei. Weitere Einzelheiten, insbesondere zum künftigen Freitagabend und zu den Auswirkungen auf die aktuellen Magazine, sollen auf einer Programmklausur am 23. Februar festgelegt werden. An der Tagung nehmen außer den Intendanten und Chefredakteuren auch die Macher der Magazine teil.

Ursprünglich hatte die ARD vor, eine verkürzte Ausgabe der „Tagesthemen“ am Freitag schon um 21 Uhr 45 zu senden. Nach ersten Absichtserklärungen des ZDF, an diesem Tag mit dem „heute journal“ auf den angestammten Sendeplatz 21 Uhr 45 zurückzukehren, hatte ARD-Programmdirektor Günter Struve eine Parallelausstrahlung der „Tagesthemen“ ausgeschlossen. Dies wäre „medien- und verbraucherpolitisch absurd“, erklärte er. dpa/jbh

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