Medien : Hilfe, die ARD will helfen!

Dieter Speck nimmt sich täglich im Ersten Beziehungsproblemen an

Thomas Gehringer

Zwei Frauen fühlen sich von ihren karnevals- bzw. astronomiebegeisterten Männern vernachlässigt; ein Mann erträgt die Nörgelei seiner Frau, einer Fahrlehrerin, beim Autofahren nicht mehr. So geht die neue tägliche Lebenshilfe-Show der ARD los, die, wie bei dem Genre üblich, den Namen ihres Moderators trägt: „Dieter Speck“. Immerhin: Speck, 55, hat seit 30 Jahren in verschiedenen Beratungsstellen gearbeitet, aber er war auch „psychologischer Experte“ zum Beispiel bei „Hans Meiser“.

Aber verbirgt sich hinter dem Begriff Lebenshilfe nicht das übliche Nachmittags- Trash-TV? Themen der neuen Sendung sind die auch bei Trash-Formaten beliebten Beziehungsfragen und Sexualität. Aber Speck gelobt, dass es bei ihm authentisch zugehe. „Eine Inszenierung mit Schauspielern wird es nicht geben.“ Das ist wohl der entscheidende Unterschied zu anderen Lebenshilfe-Formaten wie „Zwei bei Kalwass“ oder „Die Jugendberaterin“. Mit „Dieter Speck“ greift die ARD auf ein Format aus den USA zurück, in dem der Psychologe Phil McGraw Millionen Zuschauern Ratschläge gibt. In Deutschland könnte es dagegen zu einem Wettstreit zwischen Speck und Margarethe Schreinemakers kommen, die ihn nach 32 Folgen auf diesem Sendeplatz mit einer eigenen Show ablösen soll.

„Dieter Speck – Coaching TV“: montags bis freitags, 14 Uhr 10, ARD

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