Hoch, tief : Gegenwind

Die ARD legt sich für das „Wetter im Ersten“ fest – ohne Moderator Jörg Kachelmann vor der Kamera.

Im Ersten. Ob Claudia Kleinert weiter das Wetter präsentiert, ist ungewiss. Foto: ARD
Im Ersten. Ob Claudia Kleinert weiter das Wetter präsentiert, ist ungewiss. Foto: ARDFoto: ARD/Thorsten Jander

Die Chancen auf ein Comeback von Jörg Kachelmann als Moderator der Wettersendungen im Ersten sinken. Seine Firma wird künftig nur noch die Wetterdaten liefern, für Produktion und Moderatoren ist bald eine Bavaria-Tochter verantwortlich. Die Gerüchte machten seit geraumer Zeit die Runde, nun gibt es Gewissheit: Jörg Kachelmann wird mit seiner Firma Meteomedia mit Beginn des Jahres die Federführung für die Wettersendungen nach den „Tagesthemen“ verlieren. Einem Beschluss der Intendanten zufolge soll künftig die Produktionsfirma Cumulus für die Produktion verantwortlich sein. Es handelt sich dabei um eine Bavaria-Tochter, die zugleich für die Wahl der Moderatoren verantwortlich sein wird.

„Cumulus wird jetzt klären, welche Moderatoren für das kommende Jahr verpflichtet werden“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber der dapd. Ob Kachelmanns Team, bestehend aus Claudia Kleinert, Sven Plöger und Karsten Schwanke an Bord bleibt, ist unklar – zudem dürften die Chancen auf ein TV-Comeback von Jörg Kachelmann gesunken sein. Nach seinem bereits Ende Mai erfolgten Freispruch im Vergewaltigungsprozess war Kachelmann noch nicht vor der Kamera zu sehen.

Bis zum Jahresende sollen sich Kleinert und Plöger die Moderation teilen, Schwanke werde bis dahin als „Springer“ tätig sein, so Programmdirektor Herres laut Branchendienst DWDL.de. Jörg Kachelmann soll aber auch zukünftig eine Rolle spielen, da Meteomedia weiterhin für die Wetterdaten verantwortlich sein wird – eine Rückkehr vor die Kameras der ARD ist durch die nun getroffene Entscheidung jedoch unwahrscheinlicher geworden. meh

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben