Medien : Holtzbrinck entwickelt Tabloid

Start in Frankfurt voraussichtlich im Herbst

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Im Nachbargebäude der Frankfurter „Handelsblatt“Dependance sitzt seit einigen Wochen die Entwicklungsredaktion für eine Kaufzeitung, die im Herbst erstmals erscheinen könnte. Angesiedelt ist sie in einem hundertprozentigen Handelsblatt-Tochterverlag, der wie der Tagesspiegel zur Holtzbrinck-Gruppe gehört. Chefredakteur ist Klaus Madzia, früher bei „Spiegel Online“, „Net Business“ und zuletzt beim Condé Nast Verlag. Madzia an einem Konzept für 20- bis 39-jährige erfolgsorientierte Berufstätige, die bislang wenig bis gar nicht Zeitung lesen, umschreibt Handelsblatt-Geschäftsführer Harald Müsse die Zielgruppe. Dazu passt der niedrige Verkaufspreis und das handliche Format (halbes rheinisches). Verkauft wird die Zeitung von montags bis freitags. Noch nicht entschieden ist der Name.

Hinter dem Konzept steht die Idee, eine seriöse und vollwertige, überregionale Kaufzeitung aufzubauen, die auf anderen Kostenstrukturen basiert als etablierte Blätter. Dazu gehört, dass die Redaktion Texte anderer Zeitungen nutzen kann.

Das Tabloid setzt auf einen klassischen und zugleich modernen Auftritt, der mit allen journalistischen Darstellungsmöglichkeiten spielt und nach zehn Minuten Lektüre einen Überblick über alles Relevante des Tages bietet. usi

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