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IBES bei RTL : Thorsten Legat meint: Im Dschungelcamp herrscht Krieg

Verschärfte Bedingungen im Dschungelcamp: RTL verteilt die Kandidaten auf zwei Camps. Ex-Fußballer Thorsten Legat weiß, was das bedeutet: Krieg, so wie Frankreich gegen die Türkei. Dafür gab es eine starke Quote.

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Ex-Big-Brother Jürgen mag sein Kamelhirn nicht. Da hilft auch kein Zureden der Teamkollegen Helena Fürst und Thorsten Legat.
Ex-Big-Brother Jürgen Milski mag sein Kamelhirn nicht. Da hilft auch kein Zureden der Teamkollegen Helena Fürst und Thorsten...Foto: RTL

Unter Harmoniesucht haben die Teilnehmer der RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ noch nie gelitten, das widerspricht dem Charakter einer Sendung, in der abgehalfterte Show-Leute auf ein Comeback oder das Preisgeld des darwinistischen Siegers hoffen. Doch mit der zehnten Ausgabe des Dschungelcamps, die am Freitagabend begann und mit 7,68 Millionen Zuschauer gleich eine starke Quote hatte, treibt der Kölner Privatsender den Konkurrenzkampf auf die Spitze. Weil sich zwölf Kandidaten so schön in zwei Gruppe einteilen lassen, gibt es zum Anfang der neuen Staffel gleich zwei Camps: das „Base Camp“ und das Team „Snake Rock“.

Thorsten Legat, der in seiner Zeit als Fußball-Profi für sein aggressives Auftreten mit reichlich gelben und roten Karten ausgezeichnet wurde, hat denn auch gleich erkannt worum es geht: Um einen Krieg, so wie Frankreich gegen die Türkei – warum er gerade auf diese Konstellation kommt, darauf gab er allerdings keine Auskunft.

Das neue Dschungelcamp: Konflikt statt Konsens

Wer in früheren Dschungelcamps versucht hat, Konflikte durch Diskussionen zu lösen, hat es zumeist nicht allzu weit gebracht. Doch selbst, wenn das eine oder andere Gruppenmitglied in der Dschungelprüfung nicht die benötigten Sterne geholt und somit das Essen des nächsten Tages gesichert hat, so war doch allen nach dem ersten Ärger klar, dass man als Team nur zusammen weiterkommt. Dieser Konsens soll nun anscheinend quotenfördernd durch den offenen Konflikt abgelöst werden. Statt „Utopia“ also die verschärfte Form von „Big Brother“, auch wenn es – zumindest bislang – noch keine Zweiklassengesellschaft gibt. Es dürfte interessant werden, wie die das neue Sozialexperiment bei Publikum, Kritik und Wissenschaft ankommt. Bei der ersten Dschungelprüfung machen Sophia Wollersheim mit ihrem XXXL-Busen und Menderes Bagci - der DSDS-Schreck von Dieter Bohlen - dem Sender jedoch einen Strich durch die Rechnung. Menderes kann sich über seinen Sieg im Wassertank gar nicht richtig freuen, weil im das Gegnerteam, das nun komplett leer ausgeht so sehr leidtut.

Um Verschärfung ist RTL aber auch mit Blick auf den Ekelfaktor bemüht. Gleich im ersten „Duell“ müssen Schauspieler Rolf Zacher – der 74-Jährige macht einen körperlich schlechten Eindruck, man muss um seine Gesundheit bangen – und der 73-Jährige Gunter Gabriel („Hey Boss, ich brauch’ mehr Geld“) um die Wette Buschschweinsperma trinken. Nathalie Volk („Germanys Next Topmodel“) gewinnt gegen Erotik-Model Sophia Wollersheim mit ihrem XXXL-Busen beim Wettessen von lebenden Kakerlaken. Jenny Elvers, die es noch kurz vor dem Camp auf das „Playboy“-Cover geschafft hat, verliert gegen Fußball-Krieger Legat, weil sie keinen Ochsenpenis verspeisen mag. David Ortega („Köln 50667) und Jürgen von „Big Brother“ – der wohl abgeklärteste Campbewohner – verweigern beim gekochten Kamelhirn die Nahrungsaufnahme.

Immerhin, das Konzept scheint aufzugehen: Bei Einigen liegen die Nerven gleich in der ersten Sendung blank, so schnell wurde noch bei keiner Staffel in den Streit-Modus umgeschaltet. Gunter Gabriel bringt alle gegen sich auf, da hilft auch kein gutes Zureden von Dschungel-Expertin Brigitte Nielsen. Im anderen Team haben sich Nervenkriegerin Helena Fürst und Ex-Topmodel Nathalie Volk gesucht, gefunden und gestritten. Langweilig dürfte es diesmal nicht werden.

Der Auftakt bescherte RTL gleich einen starken Marktanteil von 28 Prozent, in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sogar von 42,3 Prozent. Mit 7,68 Millionen Zuschauern übertrifft die diesjährige Ouvertüre den Start der vorherigen Staffel um 180 000 Zuschauer.

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