Medien : Im „Café Babel“ wird europäisch diskutiert

Mareike Aden

„Es gibt kein Nachrichtenmagazin für alle Europäer.“ Das stellten Austauschstudenten vor vier Jahren in Straßburg fest. Deshalb gründeten sie ein eigenes. Nach der Rückkehr in ihre Heimatländer verfassten sie Artikel zu europäischen Themen und stellten sie ins Internet. Jeder schrieb aus der Sicht seines Landes, in seiner eigenen Sprache. Alle Texte wurden übersetzt und waren somit in verschiedenen Sprachversionen abrufbar. Daher auch der Name „Café Babel“. „Das Ziel des anfänglichen Studentenprojekts ist ein transnationales Onlinemedium“, sagt Tobias Troll, Leiter der deutschen Redaktion. Jeden Monat lesen rund 35000 Menschen die Artikel aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. 400 Autoren und Übersetzer in 16 Ländern publizieren in sechs Sprachen.

Obwohl im Café Babel erst seit September 2003 deutsch gesprochen wird, sind in der Bundesrepublik rund 100 Autoren und Übersetzer aktiv. Noch in diesem Jahr soll eine deutsch-polnische Redaktion in Frankfurt an der Oder aufgebaut werden. Ein kleines, ganz reales Café Babel also.

www.cafebabel.com

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