"Im Namen der Rosi" : Wilsberg im Kloster

Der Münsteraner Krimi soll den ZDF-Fernsehspieltag am Donnerstag stärken. Dazu nimmt er Anleihen bei Umberto Eco.

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Unter Mönchen: Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und sein Freund Ekki (Oliver Korittke) ermitteln auf den Spuren von Umberto Eco.
Unter Mönchen: Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und sein Freund Ekki (Oliver Korittke) ermitteln auf den Spuren von Umberto Eco.Foto: ZDF

Nach dem Papst ist vor dem Papst. Zumindest im ZDF. Während Benedikt XVI. nach seinem Deutschland-Besuch längst die Heimreise angetreten hat, steht seine Visite im ZDF-Krimi „Wilsberg“ noch bevor. In der Folge „Im Namen der Rosi“ soll das Kloster Melkwegen das Oberhaupt der Katholischen Kirche beherbergen.
Ein Kloster mit diesem Namen existiert freilich nicht, allerdings wurde der berühmte Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Ecco aus der Sicht des Novizen Adson von Melk erzählt. Dass bei „Wilsberg“ der erste Tote in einem Bottich mit einer roten Flüssigkeit gefunden wird, ist somit ebenso wenig ein Zufall.

Der neue „Wilsberg“ mit Leonard Lansink als verschrobenem Privatdetektiv aus Münster kommt wieder einmal einem komödiantischen Familientreffen gleich. Neben Kriminalassistent Overbeck befindet sich bereits Wilsbergs Freund Ekki (Oliver Korittke) im Kloster. Er besucht dort ein Seminar für ausgebrannte Manager. Als Wilsberg damit beauftragt wird, die näheren Umstände des Todesfalls aufzuklären, wirft er ebenfalls die Mönchskutte über. Und weil das Kloster einen Handwerker nicht für die Installation einer Solaranlage bezahlt hat, tritt auch die gemeinsame Freundin Alex (Ina Paule Klink) als Anwältin auf den Plan. Ebenso unvermeidlich ist somit auch der Auftritt von Kommissarin Springer (Rita Russek) in dieser streckenweise leicht chaotischen Folge (Buch: Matthias Keilich und Khyana El Bitar, Regie: Hans-Günther Bücking).

Mit Ausnahme von Wiederholungen ist dies der erste „Wilsberg“ auf dem neuen Sendeplatz für das ZDF-Fernsehspiel am Donnerstag. Der Münsteraner Krimi wechselt zwar nicht dauerhaft dahin, genau wie der „Marie Brand“-Reihe wird ihm aber zugetraut, den neuen Platz zu stärken. Kurt Sagatz
„Wilsberg – Im Namen der Rosi“, ZDF, Donnerstag um 20 Uhr 15

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