Im RADIO : Don Quijote und die Auswanderer

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Heute beginnt in Frankfurt die Buchmesse. Das Gastland heißt Argentinien. Gut 200 Jahre existiert die Republik Argentinien und stets hat das Land Auswanderer aus Deutschland angezogen. Fünf Prozent der Argentinier besitzen deutsche Vorfahren. Dirk Fuhrigs Feature „Auswanderungsland Deutschland“ erzählt die lange und wechselvolle Geschichte dieser Migranten. Noch immer siedeln sich Deutsche hier an, wo sich die Lockungen des Südens mit den Annehmlichkeiten einer modernen Kultur verbinden (Deutschlandradio Kultur, 6. Oktober, 19 Uhr 30, UKW 89,6 MHz).

Der dicke Kommissar Kreuzeder aus Passau hat ein Alkoholproblem. Seine Mittagspausen verbringt er gern in Dorfgasthöfen, wo er Weißbiere und Schnäpse im halben Dutzend konsumiert. Kreuzeder gefällt es nicht mehr in der Welt, am liebsten möchte er zwangspensioniert werden, um sich dann in Ruhe totzusaufen. Weil der Kommissar aber die Hauptfigur in Jörg Grasers spannendem Krimi „Kreuzeder“ ist, stehen ihm besondere Fähigkeiten zu Gebote. Die beweist Kreuzeder auch in einem bayrischen Kaff, in dem ein scheinbar führungsloser Mähdrescher einen Bankbeamten in Stücke geschnitten hat (Deutschlandfunk, 9. Oktober, 0 Uhr 05, UKW 97,7 MHz).

Kenner wissen, dass die Hauptfigur in Miguel de Cervantes’ Roman „Don Quijote von der Mancha“ ein passionierter Leser ist. Dieser Don Quijote hat so viele Ritterromane verschlungen, dass er sich von der sogenannten Wirklichkeit nicht mehr hineinreden lässt. Für die Hörspieladaption des Romans verwickelt Regisseur Klaus Buhlert den Ritter in ein fortwährendes Zwiegespräch mit seinem Knappen Sancho Panza. Ein literarisches Roadmovie besonderer Art, ein Hörgenuss für Leser wie Nichtleser (Deutschlandfunk, 9. Oktober, 20 Uhr 05; Fortsetzung am 16. & 23. Oktober, 20 Uhr 05).

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