Im Radio : Mythos der Stadt

Deutschlandradio Kultur widmet Odessa eine lange Radionacht und das RBB-Kulturradio widmet sich in einem Feature den "Schmerzensmoratorium Migräne".

Tom Peuckert

Eine Straße in einem Leipziger Arbeiterviertel. Es gibt viele Kinder, einen Polizisten und einen Kolonialwarenhändler, es gibt den Eismann, den Kaminfeger, den Nachtwächter. Das Hörspiel „Kreppsohlen auf Vorstadtpflaster“ von Gerhard Pötzsch führt zurück in die späten Fünfziger Jahre. Pötzschs Hörspiel ist eine Preziose aus den Archiven des DDR-Rundfunks, entstanden in den späten Achtzigern, als ostdeutsches Gegenstück zu Dylan Thomas’ berühmtem walisischen Stimmenspiel „Unter dem Milchwald“ (Deutschlandradio Kultur, 6. März, 21 Uhr 33, UKW 89,6 MHz).

Odessa galt als schönste Stadt im russischen Imperium. Eine Perle des Südens, mit herrlicher Architektur, lebensfroher Bevölkerung, kosmopolitischem Flair. Mittlerweile hat die Perle viele Schrammen bekommen. Die Lange Radionacht „Dichter, Gauner, Sänger“ von Uli Hufens lässt den Mythos der Stadt noch einmal aufleben (Deutschlandradio Kultur, 9. März, ab 0 Uhr 05).

Der Schmerz ist der unangenehmste Gast im Haus des Körpers. Besonders Migränekranke wissen von seinen schockierenden Blitzbesuchen ein Lied zu singen. Das Feature „Schmerzensoratorium Migräne von Michael Lissek sammelt die vielfältigen Versuche, die körperliche Erfahrung eines Migräneanfalls zur Sprache zu bringen. (Kulturradio vom RBB, 9. März, 9 Uhr 05, UKW 92,4 MHz).

Winzige Computer, in denen sämtliche Bücher gespeichert sind. Medizinische U-Boote, die durch Körperzellen schippern. Waffen, deren Vernichtungsmacht Albträume blass aussehen lässt. Das Feature „Chancen und Risiken der Nanotechnologie“ von Anja Schrum und Ernst von Aster über eine Disziplin, die als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts gehandelt wird (Kulturradio vom RBB, 11. März, 19 Uhr 04).Tom Peuckert

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