Medien : In letzter Minute

ARD/ZDF übertragen Leichtathletik-WM live

Nun also doch: ARD und ZDF werden die Leichtathletik-WM in diesem Jahr in Südkorea live übertragen. Nach einem wochenlangen Streit, bei dem es auch um den Grundversorgungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender, den richtigen Gebrauch von Gebührengeldern und die Bevorzugung anderer Sportarten ging, haben ARD und ZDF mit dem Weltverband IAAF eine Einigung über die Fernsehrechte erzielt, wie die Sender am Freitag gemeinsam mitteilten. „Nach mehrmonatigen, schwierigen Verhandlungen konnten sich die Parteien auf eine wirtschaftlich und inhaltlich tragfähige Lösung verständigen.“ Der Vertrag umfasst nur die Titelkämpfe vom 27. August bis 4. September in Daegu. Ursprünglich hatte die von der IAAF beauftragte Agentur IEC einen Betrag zwischen 12 und 15 Millionen Euro für die Weltmeisterschaften 2011 und 2013 in Moskau gefordert. Nun muss über die Titelkämpfe in zwei Jahren separat verhandelt werden. Für die Veranstaltung in Südkorea, wo wegen der Zeitverschiebung von sieben Stunden viele Wettkämpfe am Vormittag und zur Mittagszeit in Deutschland gezeigt werden, dürfte ein Rechtepreis von drei bis vier Millionen Euro fällig sein.

Plötzlich sind alle zufrieden. „Es hat sich im Interesse der Sportler und des Publikums gelohnt, dass ARD und ZDF bis zuletzt bereit waren, die Verhandlungen fortzusetzen. Mit der Einigung buchstäblich in letzter Minute wurde eine belastbare und marktgerechte Lösung erreicht“, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter. Auch die ARD-Vorsitzende Monika Piel (WDR) zeigte sich erleichtert: „Nach dem Verhandlungsmarathon haben nun alle gewonnen. Jetzt können wir uns bei ARD und ZDF gemeinsam auf zahlreiche Live-Übertragungen und Hintergrundberichte von spannenden Wettkämpfen freuen.“ IAAF-Präsident Lamine Diack sagte, Deutschland sei „einer der Kernmärkte unseres Sports. Die sachkundigen und leidenschaftlichen deutschen Zuschauer, verstehen und schätzen jede Nuance unseres Sports, und haben Berlin 2009 vielleicht zu einer der schönsten Leichtathletik-Weltmeisterschaften überhaupt gemacht.“ meh

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