Medien : Inforadio: Der ORB steigt aus- als Sendegebiet bleibt Berlin

jbh

Das Inforadio wird zum 1. Januar 2001 eine Alleinveranstaltung des Senders Freies Berlin (SFB). Der bisherige Partner, der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB), verlässt zu diesem Zeitpunkt das Gemeinschaftsprogramm. Das kündigte SFB-Intendant Horst Schättle am Freitag in Berlin an. Als Konsequenz wird die UKW-Ausstrahlung in Brandenburg aufgegeben und künftig auf Berlin (UKW 93,1 MHz/Kabel 92,05 MHz) beschränkt. "Das Inforadio wird in Berlin und im Speckgürtel gut zu empfangen sein", sagte Schättle. Er bedauerte den Rückzug der Potsdamer ARD-Anstalt aus dem Programm und erneuerte seine Einladung "zu einer fairen Zusammenarbeit im Radiobereich". Der ORB hat seine Aufgabe der Inforadio-Beteiligung unter anderem mit der "Berlin-Lastigkeit" des Angebots und der finanziellen Sender-Situation begründet. "Wir werden den Inforadio-Etat mit jährlich zwölf Millionen Mark in etwa halten können", sagte Schättle. Von den 16 Planstellen des ORB bei insgesamt 36 "wollen wir so viele wie möglich erhalten".

Inforadio ist jetzt fünf Jahre auf Sendung. Die Formel "Nachrichten mit Hintergrund im 20-Minuten-Takt" hat sich nach SFB-Angaben mehr als bewährt. Dem Programm wurde in der Media-Analyse 2000 die Rekordzahl von 180 000 täglichen Hörern in Berlin und Brandenburg bestätigt. Als direkter Wettbewerber im (künftig verkleinerten) Sendegebiet der Hauptstadt wird nur die Station Berlin 93,6 akzeptiert. Dessen künftige Schwerpunkte Wirtschaft und Börse will Inforadio-Chefredakteur Reinhard Holzhey nicht unbeantwortet lassen.

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