Medien : Ingo Dubinski: Arbeit für die Stasi?

Die Stasi-Debatte im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zieht jetzt größere Kreise bis in die ARD. Moderator Ingo Dubinski hat nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" für die Staatssicherheit gearbeitet. "Wir haben Unterlagen zur Verfügung gestellt, aus denen hervorgeht, dass Ingo Dubinski als Inoffizieller Mitarbeiter geführt wurde", bestätigte eine Sprecherin der Gauck-Behörde.

In einer ersten Reaktion hat der MDR am Donnerstag den 37-jährigen vorerst vom Bildschirm genommen. "Bis zur Klärung der Vorwürfe wird er seine Reisesendung nicht mehr machen", sagte MDR-Sprecher Eric Markuse.

Auch der Südwestrundfunk, für den Dubinski die "Wunschbox" moderiert, und der Norddeutsche Rundfunk, der mit Dubinski seine erste Samstagabend-Show "Das Lied zum Glück" plant, wollen den Fall prüfen und schnell entscheiden. Dubinski habe sich 1983 während seiner Armeezeit gleich zwei Mal handschriftlich verpflichtet, schreibt das Blatt unter Berufung auf die ihm vorliegende Stasi-Akte.

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