Medien : Intelligenz: Münchner Schweine

Mhmm, der VfL Wolfsburg hat also laut Günther-Jauch-IQ-Ted von Samstag die intelligentesten Fans und die von 1860 München sind die dümmsten der Liga. Was will uns das sagen? Dass es falsch war, im Volkswagen aus Wolfsburg eher Bräsigkeit anzusiedeln denn Esprit und Geist? Oder dass ein Zusammenhang besteht zwischen den jeweiligen Trainern sowie Vereinspräsidenten und ihren Fans? Das schlechte Abschneiden der "Löwen" genannten 1860er spräche für diese These. Man hat sich dergleichen ja schon gedacht, sonst hießen diese Münchner Fußballer ja nicht Löwen (nach dem nur durchschnittlich begabten Herrscher der Wildnis), sondern vielleicht "Münchner Schweine", oder "Giesinger Ratten" oder "Isar-Delfine", ohne der bekannten Intelligenz dieser Tiere nahe treten zu wollen.

Aber wahrscheinlich hilft die detaillierte Analyse der Intelligenz-Tabelle deutscher Bundesligisten nicht weiter, wahrscheinlich muss man, um signifikante Aussagen zu treffen, die großen Zusammenhänge betrachten. Und da ist auffällig, dass die obere Tabellenhälfte von jenen Fans bevölkert wird, deren Klubs nie und nie und nie größere Erfolge feiern werden. Die Ausnahme bildet Bayer Leverkusen, wo einst ein Herr Christoph Daum das Training leitete, was eine mögliche Erklärung für die solitäre Stellung der recht erfolgreichen Leverkusener im intelligenten Zirkel liefert: Schreiben doch zumindest die Anhänger von Kokain diesem Stoff bewusstseinsweitende Wirkung zu. Aber ansonsten sitzen in der Mensa der Liga Wolfsburg und der SC Freiburg, Cottbus und der VfB Stuttgart, der Hamburger SV und Hansa Rostock - also, Deutscher Fußballmeister werden die sobald nicht.

Und andersrum? Sozusagen am Ballermann hiesiger Kickkunst, da wo die Laune prächtig und die Zunge schwer ist, wer sitzt da? Da tummeln sich neben den Löwen die Fans des SV Werder aus Bremen, die von Schalke 04 und Borussia Dortmund und die bayerischen vom 1. FC Nürnberg und die des FC Bayern. Dass am Katzentisch der Geisteskraft die Bajuwaren gleich dreifach vertreten sind, sei, weil für Preußen nicht überraschend, nur am Rande erwähnt. Und dass im Mittelfeld unter anderen auch die Hertha aus Berlin recht positionslos dümpelt, ist für die finale Aussage ebenfalls irrelevant, entspricht aber ihrem mediokren Gekicke.

Die finale Aussage: Am intelligentesten sind die Mäuschen, die, die in ihrer Randexistenz noch Platz haben für geistige Beweglichkeit. In diesem Zusammenhang wäre es interessant zu ermitteln, in welchen Einsteinschen Höhen sich die Fans unterklassiger Klubs, etwa solche von Fortuna Düsseldorf, bewegen. Am dümmsten sind die Meister, was eine weit verbreitete Volksthese untermauert: Dumm kickt gut.

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