Medien : Internet-Journalisten: Vernetztes Arbeiten

Rund 2000 Journalisten arbeiten in Deutschland inzwischen für das Internet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Katholischen Universität Eichstätt. Etwa ein Drittel davon arbeite bei Online-Anbietern, die "nicht in der alten Medienwelt verwurzelt sind". Jeweils rund 25 Prozent seien bei Zeitungen und im Rundfunk, der Rest bei Zeitschriften und anderen Medien. Drei Viertel der Online-Journalisten haben eine Festanstellung. "Überraschend hoch" sei der Frauenanteil von 38 Prozent.

Der Online-Journalismus habe sich nur teilweise von den "alten Medien" abgenabelt. Dies gelte vor allem für Zeitungen, bei denen zwei Fünftel der Online-Journalisten für die Printausgabe arbeiten. Kritisch zu bewerten sei, dass die Grenzen zwischen redaktionellen und kommerziellen Angeboten verschwimmen. Journalistisches diene oft als "Lockvogel" für Werbung und E-Commerce. Gravierend verändert habe sich das journalistische Anforderungsprofil, das besonderen Wert auf technische Aufgaben und den Kontakt zum Publikum legt.

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