Medien : James Bond für Kinder

Antarktis, Chile, Köln: Spannender Pinguin-Weihnachtsfilm

S. Schellhammer

Der Meeresbiologe Cornelius (Harald Krassnitzer) bringt von einer Südpol-Expedition einen kleinen Pinguin mit. Der Vogel kennt offenbar den Weg zu einem Schatz im ewigen Eis. Der Forscher hat ihn mit einem Rubin im Schnabel sein Nest bauen sehen. Da es der gemeine Kullmann (Claude-Oliver Rudolph) auf das Tier abgesehen hat, ist Cornelius mit dem kleinen Kerl abgehauen, um ihn bei seiner 12-jährigen Nichte (Lea Kurka) in Köln unterzubringen. Bald beginnt eine wilde Jagd quer durch Deutschland bis nach Chile und zurück zum Pol.

Mit diesem aufwendig gemachten Familienfilm will die ARD an die Tradition der großen Weihnachtsfilme anschließen. Und auch wenn „Amundsen, der Pinguin“ es nicht mit „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ oder „Huckleberry Finn“ aufnehmen kann, ist hier ein spannender „James Bond“ für Kinder entstanden, der streckenweise an „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ erinnert. Harald Krassnitzer und Claude-Oliver Rudolph verkörpern die Prototypen von Gut und Böse. Regisseur Stephen Manuel, der sich mit dem Kinofilm „Der letzte Lude“, TV-Serien wie „Der Clown“ und Regiearbeiten für Harald Schmidt bisher eher im Action- und Comedybereich bewegte, konnte in diesem Kinderfilm Genre-Erfahrungen einbringen. Um die großen Pinguinherden oder Eiswelten zu kreieren, schufen zwölf Effektspezialisten überzeugende 3D-Animationen.

Der eigentliche Star ist allerdings Amundsen, der von zwei Tieren der Filmfirma Amazing Animals dargestellt wird. Beiden gemeinsam war offenbar, dass sie immer dann überall hin machten, wenn sie keine Lust zum Spielen hatten.

„Amundsen, der Pinguin", 25.12., ARD, um 13 Uhr 35

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