Medien : Jeder neunte Deutsche liest den „Stern“

Reichweitenergebnisse der großen Magazine und Wochenzeitungen

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Neuerdings sagen besonders die Verantwortlichen jener Titel, die Auflage verlieren, dass die Reichweite einer Zeitschrift oder einer Zeitung das wichtigere Kriterium sei, um Aussagen über den Erfolg oder Misserfolg eines Titels zu treffen. Relevanter als die Anzahl der Käufer eines Titels sei also die Anzahl der Leser, die sich ein Exemplar teilen. Im Kampf um die beste Position hat der „Stern“ unter den drei aktuellen Wochenmagazinen seine Führung leicht ausgebaut. Die Zeitschrift erreicht 7,4 Millionen Menschen über 14 Jahre (11,5 Prozent), wie aus der neuen Reichweitenstudie MediaAnalyse Presse hervorgeht. Das sind 180 000 Menschen mehr als bei der letzten Erhebung im Juli 2003. „Focus“ hat 6,12 Millionen Leser (plus 120 000). „Der Spiegel“ büßt bei 5,66 Millionen 200 000 Leser ein. Während es Computerzeitschriften und Magazinen wie „Bunte“ und „Gala“ gelingt, ihre Leserschaft auszuweiten, verlieren viele TV-Zeitschriften, vor allem aber Wirtschafts- und Jugendtitel Leser.

Auch „Bild am Sonntag“ büßt 300 000 ein und erreicht jetzt 10,77 Millionen Leser. „Welt am Sonntag“ (900 000) verliert 40 000 Leser. „Die Zeit“ gewinnt bei einer Leserschaft von 1,14 Millionen 30 000 dazu.

Insgesamt wurden in zwei Wellen knapp 25 938 Menschen nach 172 Zeitschriften und Wochenzeitungen befragt. Die Media-Analyse wird zwei Mal jährlich im Auftrag von Verlagen, Anzeigenkunden und Werbeagenturen veröffentlicht. Die Daten sind insbesondere für die Gestaltung der Anzeigenpreise in den Printmedien wichtig. usi

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