Medien : Jeder Soldat sein eigener Fotograf

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Digitalkameras sind billig und passen in fast jede Uniformtasche. USVerteidigungsminister Donald Rumsfeld hat einsehen müssen, dass die kleinen Apparate das Bild verändern können, das sich die Welt vom Krieg macht. „Wir arbeiten mit Beschränkungen aus Friedenszeiten in einer Kriegssituation im Informationszeitalter. Wo Leute mit Digitalkameras herumlaufen und diese unglaublichen Fotos machen und diese dann zu unserer Überraschung und entgegen den Gesetzen an die Medien weiterleiten“, sagte Rumsfeld.

„Die Möglichkeiten, die Produktion und vor allem die Reproduktion von Bildern unter Kontrolle zu halten, seien sehr viel geringer geworden, meint Herbert Mehrtens, Professor für Technikgeschichte. „Im Zeitalter supranationaler Medien sind solche Bildaufzeichnungen nicht mehr monopolisierbar.“ Der Krieg der Bilder sei ein neuer Krieg, der nicht mehr staatlich geführt wird. dpa

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