Journalismus : China: Recherche-Erleichterung bleibt

Das chinesische Außenministerium hat die olympischen Regelungen für ausländische Journalisten verlängert. Aus der temporären Recherche-Erleichterung wird damit eine dauerhafte.

Benedikt Voigt

Der Klub der Auslandskorrespondenten in China (FCCC) begrüßte diesen Schritt. „Wenn es richtig umgesetzt wird, halten wir das für einen Fortschritt in der Öffnung Chinas für die Medien“, sagte FCCC-Präsident Jonathan Watts. Die Regelung erlaubt ausländischen Journalisten, im gesamten Land zu recherchieren und Interviews zu führen, vorausgesetzt der Gesprächspartner stimmt zu. Zuvor hatten sie bei den örtlichen Behörden Genehmigungen einholen müssen. Allerdings hat der FCCC seit Einführung der Recherche-Erleichterungen im Januar 2007 mindestens 336 Verstöße gegen das neue Gesetz gezählt. Watts hofft auch, dass die Erleichterungen nicht auf Kosten der Informanten gehen. Von einer freien Presse kann in China aber nicht die Rede sein: Ausländischen Journalisten bleibt es untersagt, nach Tibet zu reisen. Für chinesische Journalisten ändert sich nichts. Sie unterliegen weiter der staatlichen Kontrolle.

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