Medien : Journalismus: FU-Weiterbildung gefährdet

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Das Journalisten-Kolleg der Freien Universität Berlin sieht sich in seiner Existenz bedroht. Ob für das erfolgreiche Weiterbildungsangebot zum September noch einmal neue Studenten zugelassen werden können, sei fraglich, heißt es in einem internen Brief der Kollegleitung, der dem Tagesspiegel vorliegt. "Durch einen Planungsfehler" der Hochschule stünden alle drei Stellen am Kolleg zur Disposition, heißt es dort. Sie tragen alle den Vermerk "kw" (kann wegfallen) und werden nicht wieder besetzt, sobald der Stelleninhaber die Hochschule verlässt.

Das ist nun der Fall: Der Leiter des Kollegs, Stephan Ruß-Mohl, verhandelt mit der Universität Lugano über einen Wechsel. Für den geschäftsführenden wissenschaftlichen Mitarbeiter Hartmut Weßler in der Weiterbildung steht ein Wechsel bereits fest. Eine Entscheidung müsste nun umgehend fallen, sonst seien auch die beiden internationalen Programme des Kollegs in Frage gestellt. FU-Vizepräsidentin Gisela Klann-Delius versicherte am Donnerstag, dass die Hochschulleitung den Weiterbildungs-Studiengang erhalten wolle und sich bemühe, die Stellen nicht einzukassieren.

Mit seinem Weiterbildungsangebot will das Kolleg besonders die Journalisten aller Medien erreichen, die nicht studiert haben. Und das sind erstaunlich viele: Für das vergangene Jahr gab der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger an, dass fast ein Drittel der Volontäre kein Hochschulstudium abgeschlossen hatte.

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