Journalistisches Vorbild : ZDF trauert um Eberhard Piltz

Der frühere ZDF-Korrespondent und -Moderator Eberhard Piltz ist nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren in München gestorben.

„Er war ein kluger und kenntnisreicher Beobachter und Analytiker des Weltgeschehens“, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter in Mainz. „Eberhard Piltz war für mich immer der große Feuilletonist unter den politischen TV-Journalisten. Wie wenige andere konnte er den Bildern seiner Kameraleute mit Kreativität, Sensibilität und Sprachgefühl eine eigene Kraft und Wirkung verleihen. Seine pointierte, persönliche und sprachgewandte Stilistik prägten unter anderem seine ,Alben des Jahres', die journalistischen ZDF-Jahresrückblicke von 1993 bis 1997.“

Der gebürtige Königsberger wuchs in München auf und studierte dort Geschichte, Politik und Zeitungswissenschaften. Piltz hatte seit 1965 als Hörfunkmitarbeiter zunächst beim Bayerischen Rundfunk und dann seit 1989 beim ZDF gearbeitet. Er war Auslandskorrespondent in Tel Aviv, Rom, Paris und Washington. In den Jahren 1993 bis 1997 moderierte er als Leiter der Hauptredaktion Aktuelles das „heute-journal“, seine Lieblingssendung. Für viele Mitarbeiter auf dem Lerchenberg galt Piltz als journalistisches Vorbild.

Seit 2007 war er Professor an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und leitete den Bereich Fernsehjournalismus, wo er seine Erfahrungen und sein Wissen an junge Nachwuchsjournalisten weitergab. meh

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