Kampf gegen den Terror : Twitter schließt 125.000 Zugänge - vor allem des IS

Bei Propaganda und Kommunikation des "Islamischen Staats" spielen Kurznachrichten eine zentrale Rolle. Jetzt verstärkt Twitter sein Engagement gegen den Terror.

Unplugged? Twitter hat nach eigenen Angaben seit Mitte letzten Jahren 125.000 Accounts gesperrt.
Unplugged? Twitter hat nach eigenen Angaben seit Mitte letzten Jahren 125.000 Accounts gesperrt.Foto: Dado Ruvic/Reuters

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat seit Mitte 2015 rund 125.000 Zugänge geschlossen, über die terroristische Aktionen vor allem der Terrormiliz "Islamischer Staat" angedroht oder unterstützt wurden. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, es verurteile diesen Missbrauch von Twitter und das Brechen seiner Regeln.

„Wie die meisten Menschen auf der Welt sind wir über diese Gräueltaten erschüttert“, erklärte Twitter. „Diese Art von Verhalten wird von unserem Dienst nicht unterstützt, genauso wenig wie jede gewalttätige Bedrohung.“

Alle Twitterzugänge und -mitteilungen würden sehr genau untersucht, ein entsprechendes internes Team sei dafür verstärkt worden. Neben den bereits geschlossenen Zugängen würde eine ganze Reihe von Accounts beobachtet, die ähnliche Merkmale aufwiesen. Twitter arbeite in seinem Kampf gegen Terrorismus eng mit den Strafverfolgungsbehörden und der Justiz zusammen.

Auch der in Berlin ansässige Messaging-Dienst Telegram ist schon vom IS für Kommunikation und Propaganda genutzt worden. Im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris im vergangenen November hatten die Terroristen sich die besondere Verschlüsselung der Nachrichten zunutze gemacht. Der Dienst hatte danach eine dreistellige Zahl an Kanälen geschlossen. (Tsp, dpa)

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