Medien : Katja am Mittag

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Welchen Informationsstand hat der Fernsehzuschauer, der um Punkt zwölf Uhr Ihre Sendung nutzt? Worauf können Sie aufbauen?

Unser Ziel lautet: den Zuschauer so aktuell wie möglich zu informieren. Und das gelingt uns, da wir noch während der laufenden Sendung blitzschnell das Programm umbauen können. Das haben wir zuletzt bewiesen beim Amoklauf von Erfurt. Wir haben als Erste darüber berichtet und hatten auch als Erste eine Liveschaltung. Die hohe Aktualität verdanken wir dem RTL-News-Netzwerk.

Wer schaltet in der Mehrzahl ein? Hausfrauen, Arbeitslose, Schüler?

Die Mehrzahl unserer Zuschauer sind Frauen. Darauf stellen wir uns ein, zum Beispiel mit unseren VIP- und Glamour-Geschichten. Aber auch in unserem „Besser-Leben-Teil“, mit Tipps und Informationen zu Gesundheit, Psychologie, Fitness, Kindererziehung. Aber natürlich kommen auch die Männer auf ihre Kosten. Die WM ist auch bei uns ein Thema, und über die Formel 1 haben wir regelmäßig Beiträge.

Versteht sich „Punkt 12“ als „elektronische Wundertüte“?

Diese Wundertüte, unser Mix aus Entertainment, Service und News, ist das Geheimnis unseres Erfolg. Unsere Zuschauer können sich bei uns unterhalten, ohne dass ihnen wichtige Nachrichten entgehen.

Nach zehn Jahren Mittagsmagazin: Welche Themen gehören definitiv nicht hinein, welche sind unverzichtbar zu dieser Sendezeit?

Natürlich können wir auf die News nicht verzichten. Wenn irgendwo ein Flugzeug abstürzt oder die Bundesregierung ein wichtiges Gesetz beschließt, müssen wir darüber berichten. Alles, was aktuell ist, alles, was Deutschland interessiert, gehört in unsere Sendung. Insofern fällt es mir schwer, Themen auszuschließen. Es kommt darauf an, wie ein Thema präsentiert wird.

Versteht sich „Punkt 12“ als Teil der Informationskette von RTL, oder ist es ein Solitär?

„Punkt 12“ gehört absolut zur RTL- News-Schiene, die morgens mit „Punkt 6“ beginnt und mit dem „Nachtjournal“ aufhört.

Drängt es Sie gar nicht in den Abend ?

Wir machen das erfolgreichste deutsche Mittagsjournal. Darauf bin ich sehr stolz. „Punkt 12“ macht mir nach wie vor richtig viel Spaß. Daher denke ich nicht daran aufzuhören.

Das Gespräch führte Joachim Huber.

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