Medien : Kein Wort über Cécilia

Nicolas Sarkozy bricht Interview mit CBS ab

„Au revoir, merci“, dieses Ende eines Interviews mit Nicolas Sarkozy kam für den amerikanischen TV-Sender CBS äußerst überraschend. Als sich die Fernsehjournalistin Lesley Stahl beim französischen Staatspräsidenten im Pariser Elysée-Palast nach dem Stand seiner zum Zeitpunkt der Aufzeichnung noch nicht geschiedenen Ehe mit Cécilia erkundigte, erwiderte der nur: „Wenn ich etwas zu sagen hätte über Cécilia, täte ich das bestimmt nicht hier“, entfernte hektisch das Mikrofon vom Anzug und verließ die Szene. Am Sonntagabend nun hat CBS die übrig gebliebenen Teile des Interviews in der Nachrichtensendung „60 Minutes“ ausgestrahlt. Auch im Internet – bei Youtube und auf www.cbsnews.com – kann man sich eine nochmals verkürzte Version ansehen. Die Aufzeichnung war zwei Wochen vor der Bekanntgabe der Scheidung am 18. Oktober entstanden. Damals hatte es bereits Gerüchte um eine Trennung gegeben, nachdem sich Cécilia wochenlang nicht mehr an der Seite ihres Mannes gezeigt hatte. Während Ex-Moderatorin Eva Herman zum Verlassen einer TV-Sendung aufgefordert wurde, beschloss Sarkozy an dieser Stelle des Gesprächs von sich aus, das Interview zu beenden. Selbst dass Sarkozy den USA – anders als andere große Franzosen in der Vergangenheit – durchaus zugetan ist, änderte nichts. CBS hatte Sarkozy im Vorspann zum Interview wegen seiner US-Sympathie als „Sarko The American“ vorgestellt.

„Was war nicht fair“, hatte die verdutzte CBS-Interviewerin Stahl Präsident Sarkozy noch hinterhergerufen, doch der hatte nur abwehrend die Hand gehoben und seiner Entourage ein hastiges „Allez“ zugerufen. Noch während des Interviews hatte Sarkozy seinen Pressesprecher als „Idioten“ bezeichnet, weil er dem Gespräch zugestimmt hatte. Seine Ex-Frau Cécilia kommt mit Fragen zum Privatleben offenbar besser zurecht. Sie hat sich inzwischen mehrfach in Interviews zu der Trennung geäußert. sag

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